Der Amerikaner Mark Hurd ist damit einer von zwei Oracle-Präsidenten, die direkt dem Gründer und CEO Larry Ellison unterstehen. Außerdem wird er Mitglied des Verwaltungsrats, der aus Ellison, einer zweiten Präsidentin und einem Vorsitzenden besteht. Hurd hat Hewlett-Packard in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich geführt. "Da Oracle weiter wächst, brauchen wir Leute, die Erfahrungen im 100-Milliarden-Dollar-Geschäft haben", freut sich Ellison in der Pressemitteilung. Hurd seinerseits setzt gleich zum Sprung auf den stärksten Konkurrenten im Servermarkt an: "Ich denke, dass Oracle mit der Strategie, Software mit Hardware zu verbinden, IBM sowohl im Bereich Server als auch Storage schlagen kann."

Mark Hurd tritt die Nachfolge von Oracle-Präsident Charles Phillips an. Dieser wollte nach Oracles Angaben schon seit Dezember 2009 gehen, blieb aber, um die Integration von Sun nicht mittendrin zu verlassen. Oracle hatte im April 2009 bekannt gegeben, Sun Microsystems kaufen zu wollen.

Update: HP findet das gar nicht gut und befürchtet Geheimnisverrat. Laut dem nach eigenen Angaben offiziellen Unternehmensblog "Data Central" hat HP kurz nach Bekanntwerden der Personalie Klage eingereicht, um Hurd daran zu hindern, jetzt bei Oracle anzufangen. Oracle reagiert prompt und mehr als verschnupft: Die Klage sei "rachsüchtig" und HP mache es Oracle "praktisch unmöglich, weiter auf dem IT-Markt zusammen zu arbeiten".

Update: Es wird gar nicht so heiß gegessen: Laut HP-Mitteilung vom 20. September haben sich Oracle und HP wieder vertragen.