Entwicklerboard mit Suns Ultrasparc-Prozessor für Linux
Sun Microsystems hat ein Reference-Design-Kit für den Ultrasparc T2 vermeldet. Das E-ATX-Board mit Prozessor arbeitet auch mit Linux.
Das Board (siehe Galerie) ist nach dem E-ATX-Formfaktor 30,5 mal 33 Zentimeter groß. Es hat einen Achtkern-Ultrasparc T2 zu 1,17 GHz huckepack und schließt unter anderem drei PCI-Express-Karten (x16, x8, x4), vier Gigabit-Ethernetverbindungen sowie zwei USB-2.0-Geräte an. Natürlich mag das Board Solaris, aber auch Linux. Sun stellt dafür das für Netzwerkgeräte optimierte Carrier Grade Linux von Wind River ab Anfang 2009 in Aussicht. Geplant ist außerdem, Ubuntu-Server zu unterstützen, wie es auf der Support-Webseite von Sun heißt, die das RDK vorstellt. Einen Preis konnte Sun noch nicht nennen.
Den Ultrasparc-Prozessor T2 stellte Sun Microsystems im August 2007 erstmals vor, der in acht Kernen jeweils acht Threads verarbeitet (CMT, Chip Multi Threading). Den Quellcode der CPU-Software gibt Sun seit er ersten Generation der Ultrasparcs T1 unter der GPL frei. Für diese "Opensparc" genannten Quellen gibt es eine eigene Onlineplattform von Sun, auf der die Software zum Download bereit liegt.
Die Wind River Platform for Networking Equipment ist die hauseigene Implementierung der von Wind River seit 2002 vorangetriebenen Spezifikation CGL (Carrier Grade Linux). Im April 2008 meldete der Embedded-Spezialist ihre Verfügbarkeit auch für den Ultrasparc-Prozessor T2 (siehe Meldung auf Linux-Magazin Online). Suns Meldung ist nun allerdings zu entnehmen, dass das CGL für die Multithread-CPU erst Anfang 2009 verfügbar sei.
Update:
Nach Auskunft von Sun Microsystems kostet das Gesamtpaket mit Prozessor und acht 1-GByte-RAM-Riegeln rund 10.000 US-Dollar. Das Entwicklerkit ist weltweit über den amerikanischen Händler verfügbar. Sun bestätigte auch, dass das Carrier Grade Linux von Wind River noch nicht erhätlich ist. Sun teilte weiterhin mit, dass für den Erwerb des Boards eine Vereinbarung zwischen Sun und dem Entwickler vorliegen muss, die die Verwendung des Referenzdesigns regelt. Diese holt der Interessent über den Händler ein.








