In einer entsprechenden Sitzung haben die 15 Mitglieder vereinbart, wie sie die anstehende Arbeit strukturieren wollen, und trafen erste Absprachen zu den Arbeitsprogrammen.

Den Vorsitz der Projektgruppe hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz inne. Neben ihm stimmberechtigte Mitglieder sind Dr. Reinhard Brandl (CSU), Harald Lemke (Deutsche Post AG), Dr. Bernhard Rohleder (Bitkom e.V.), Nicole Simon (Social-Media-Unternehmensberaterin), Alvar Freude (Software-Entwickler), Cornelia Tausch (Bundesverband Verbraucherzentrale), Markus Beckedahl (Netzpolitik.org) und Annette Mühlberg (Ver.di). Nicht stimmberechtige Mitglied sind: Prof. Dr. Christof Weinhardt (Uni Karlsruhe), Dr. Konstantin von Notz und Tabea Rößner (beide B'90/Die Grünen), Padeluun (Künstler und Netzaktivist), Dr. Jeanette Hofmann (Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft) sowie Halina Wawzyniak (Die Linke).

Die Enquete-Kommission organisiert sich in zwölf Projektgruppen. Vier davon sind bereits beendet, vier Projektgruppen tagen noch oder stehen kurz vor dem Abschluss. Das verbliebene Drittel, neben "Interoperabilität, Standards, Open Source" sind das "Kultur, Medien, Öffentlichkeitsarbeit", "Verbraucherschutz" und "Internationales und Internet Governance", starten nun zeitgleich.

Dass die Nachzügler bis zur parlamentarischen Sommerpause ihr Beratungspensum angemessen absolviert bekommen und Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen vorlegen, gilt als nahezu unmöglich. Einer Verlängerung der Enquete-Periode müsste der Bundestag zustimmen, in einer der kommenden parlamentarischen Sitzungswochen soll das Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Auf dem Portal Enquetebeteiligung.de sind die neuen Projektgruppen seit einiger Zeit geöffnet. Jeder interessierte Bürger ist eingeladen, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Auf die meiste Zustimmung trifft bisher die Forderung nach einem freien Elster-Client und dem Grundsatz der Nicht-Diskriminierung bei Formaten und verpflichtender Interoperabilität. Wenig Interesse ruft dagegen die im schönen Behördendeutsch ersehnte "Anordnung der Erstellung einer Dokumentation von Kommunikationsschnittstellen" vor.