Der Pakt zwischen Novell und Microsoft soll den Geschäftskunden mehr Interoperabilität gewährleisten und eine Art Garantie vor Patentstreitigkeiten bieten. In der Linux-Welt hatte die Zusammenarbeit für viel Furore und heftige Kritik gesorgt. Dieser Kooperation hat sich nach Angaben von Microsoft nun Dell als erster großer Computerhersteller angeschlossen.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Dell SLES-Lizenzen von Microsoft an seine Kunden weitergeben. Der Software-Konzern hatte die Lizenzen als Teil des Paktes mit Novell massenhaft erworben und baut mit dem Dell-Abkommen seine ungewöhnliche Stellung als eine Art Suse-Reseller aus.

Dell selbst will Kunden anlocken, die schon Linux einsetzen, aber nicht auf Dell-Servern. Um den Umstieg auf Dell-Hardware nebst Suse Linux Enterprise Server schmackhaft zu machen, legt Dell ein spezielles Vermarktungsprogramm auf. Es baut auf drei Kernbestandteile: Workshops zu Interoperabilität, Konzepte zur Migration und schließlich Migrationsdienste.

Erst in der letzten Woche hat der amerikanische Hersteller angekündigt, in Zukunft Desktop-Systeme mit vorinstalliertem Ubuntu auf den Markt zu bringen, wenn auch vorerst nur auf den amerikanischen. Zu diesem Schritt hatte eine Umfrage geführt, aus der auch das Interesse an Server-Systemen abzulesen war.