In gemeinsamen Sitzungen mit den Teams FTP-Master, Debian Installer und Kernel stimmten die Entwickler wichtige technische Features ab. In Wheezy soll Debian erstmals mehrere Architekturen auf einem System unterstützen, also beispielsweise das Ausführen von 32-Bit-Anwendungen auf einem 64-Bit-System ermöglichen. Die ursprüngliche Idee zu Multiarch hätten die Debianer bereits vor zehn Jahren diskutiert, erzählte der Release Manager Neil McGovern der Redaktion.

Für Wheezy plant er eine strengere Aufgabenteilung: Sein Co-Manager Adam Barratt wird sich um die Bugs kümmern, McGovern um Organisation, Projektmanagement und Kommunikation. Daneben gibt es erstmals ein frühzeitig festgelegtes Freeze, das für Juni 2012 geplant ist. So sollen alle Entwickler gemeinsam und in Ruhe auf diesen Termin hinarbeiten.

Der Release Manager Neil McGovern möchte für alle Debian-Entwickler transparenter machen, wie weit eine Release gediehen ist, welche Pakete dazukommen und welche wegfallen.

Der Release Manager Neil McGovern möchte für alle Debian-Entwickler transparenter machen, wie weit eine Release gediehen ist, welche Pakete dazukommen und welche wegfallen.

Als weitere Architekturen sind armhf (wir berichteten), PowerPC 64, SPARC 64 und S390 geplant sowie Optimierungen für Subarchitekturen wie i686. Wheezy soll GNU/kFreeBSD als vollwertigen Debian-Port mit 95 Prozent der Pakete enthalten sowie wahrscheinlich GNU/Hurd als Technology Preview. Daneben möchten die Entwickler Debians Unterstützung für SE Linux und DNSSEC auf einen brauchbaren Stand bringen.

Als weitere technische Eckdaten nennt Neil McGovern Grub 2 als Bootloader und Ext 3 oder 4 als Standard-Dateisystem. Wie auch Fedora möchte Debian das Systemverzeichnis "/var/run" durch "/run" ersetzen, um dort frühzeitig beim Systemstart Laufzeitdaten zu speichern. Weitere Details finden sich auf der Homepage des Release Teams.