CrossOver 7.0 wirbt mit vollständiger Unterstützung für MS-Office 2007

Die Firma Codeweavers, Hersteller der Laufzeitumgebung CrossOver, will in Kürze die Version 7.0 seiner Software für Linux und Mac veröffentlichen.

Nach Ankündigung des Unternehmens wird CrossOver 7.0 insbesondere die Büroanwendungen aus Microsoft Office 2007 vollständig unterstützen, inklusive Outlook 2007. Weiterhin versprechen die Entwickler bessere Unterstützung für die Adobe-Produkte der Reihe CS2, darunter Photoshop und InDesign, ebenso für die Finanzsoftware Quicken 2007 und 2008 vom US-amerikanischen Unternehmen Intuit. Parallel arbeitet das Unternehmen an der Mac-Version seiner Software. „CrossOver 7.0 wird eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zur aktuellen Version 6.2 bringen“, so preist Codeweavers’ Chief Operating Officer Jon Parshall die neue Version in einem Partnerschreiben.

Die Entwickler des amerikanischen Unternehmens sind am freien Projekt Wine federführend beteiligt. Mit der Open-Source-Software werden die Programmierschnittstellen von Windows (Win32 API) unter Unix systematisch nachbaut, so dass sich auf Unix-basierten Systemen wie Macs OS X oder Linux Windows-Programme ohne zusätzliches Windows-Betriebssystem nutzen lassen. Codeweavers bietet die Software mit einigen Extras wie Supportdienstleistung und Update-Service zum Kauf an. Den großen Versionssprung macht die kommerzielle Windows-Emulation daher nahezu zeitgleich mit der freien Software. Das Open-Source-Projekt hat Anfang Mai den Versionsstand 1.0 eingefroren und am 9. Mai einen ersten Release Candidaet freigegeben (Linux-Magazin Online berichtete).

Die Nähe zu dem freien Projekt ist für das Unternehmen nicht nur von Vorteil. Weil Wine seine Produktversionen früher veröffentlicht, entstehe bei Anwendern der Eindruck, dass das kommerzielle CrossOver einzelne Anwendungen nicht so gut unterstütze wie das freie Projekt, so Codeweavers-Chef Jeremy White in seinem Blog. Denn der Code stammt häufig aus der gleichen Quelle, wie er schreibt: „Was zutiefst frustrierend sein kann, ist dass häufig Wine ihre Applikation aufgrund unserer Arbeit laufen lässt.“ Eine Ursache hierfür liegt jedoch in den ausführlichen Tests, mit dem Codeweavers die Qualität sicherstellen will. „Wir arbeiten zwar viel an der aktiven Entwicklung von Wine arbeiten, nehmen uns aber viel Zeit, alles zu verfeinern und aufzupolieren, so dass es zuverlässig läuft, bevor wir eine CrossOver-Version versenden“, erklärt White. Mit anderen Freigabeprozessen für die Software will CodeWeavers diesen Prozess jedoch künftig beschleunigen.

Nach aktuellen Informationen ist CrossOver 7.0 derzeit im Betatest, ein genauer Termin für die Veröffentlichung wurde noch nicht genannt. Die Preise von rund 70 Euro für eine Lizenz inklusive einem Jahr Support und Updates sollen mit der neuen Version voraussichtlich unverändert bleiben.

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