Datenbankanbieter Ingres hat sich mit Alfresco zusammengetan und veröffentlicht ein Open-Source Content-Management-System inklusive Betriebssystem und Datenbank.
Das integrierte Softwarepaket, Appliance genannt, mit der Produktbezeichnung ECM (Enterprise Content Management) reiht sich in die Ingres-Produktreihe Icebreaker ein. Das neue Paket besteht aus dem Content Management von Alfresco, Ingres steuert seine Open-Source-Datenbank bei und das Betriebssystem ist ein schlankes RPath-Linux. Der Vorteil für den Anwender: Dank der Integrationsleistung lässt sich das Paket in einem Arbeitsgang installieren und konfigurieren, ebenso soll die Software von einer einheitlichen Umgebung aus gewartet und administriert werden.
Der Hersteller wirbt mit Einspareffekten und will Microsoft Marktanteile abnehmen. Roger Burkhardt, CEO bei Ingres, macht deutlich, wo er den Wettbewerb sieht: „Indem wir Open-Source-Technologien von Ingres, Alfresco und RPath kombinierten, können wir einen wettbewerbsfähige Alternative zu dem teureren Sharepoint-Stack bieten und den Bedarf nach nur-Microsoft-Komponenten ausschalten.“ Den Bedarf für die Strukturierung der Firmendokumente macht Ingres an einer Studie von Forrester Research fest. Hiernach stellte das Marktforschungsinstitut fest, dass die Zahl der Office-Dokumente seit 1995 jährlich zweistellig wachsen; Internet-Inhalte sollen diese Wachstumsraten sogar noch übertreffen.
Ingres Icebreaker ECM ist die zweite Appliance des Herstellers; seit September 2007 bietet das Unternehmen in Kooperation mit Jaspersoft eine Business-Intelligence-Appliance. Der Hersteller bietet die Software zum Download auf seiner Webseite. Alpha-Versionen gibt es kostenlos, zertifizierte Enterprise-Versionen gibt es 60 Tage kostenlos zum Test, danach zahlt der Anwender für Wartung und der Support. Der Preis für ein Jahr Wartung und Support liegt bei rund 6.500 Euro.


