Browserwahl in Windows startet im März

Microsoft spielt zwischen Mitte März und Mai 2010 den Windows-Nutzern ab XP per Software-Update einen Auswahlmechanismus auf den Rechner, der alternative Browser-Installationen ermöglicht .

“Windows-Nutzer ab der Version Windows XP, die den Internet Explorer als Standard-Browser verwenden, erhalten ein Software-Update, mit dem sie alternative Webbrowser über ein Auswahlfenster als Standardbrowser einfach definieren und installieren können”, hat Microsoft heute in einem Mailing an Pressevertreter gemeldet. In Deutschland soll die Maßnahme nach einer Testphase am 17. März starten und Mitte Mai abgeschlossen sein. Das Update wird den Internet Explorer deaktivieren, aber nicht deinstallieren. In Windows 7 wird der IE auch aus der Taskleiste entfernt. Nutzer können ihn aber wie gewohnt über das Programm-Menü als Schnellstarter dorthin zurückholen.

In einem Blogeintrag erläutert Dave Heiner, Vice President und stellvertretender Leiter von Microsofts Rechtsabteilung, den genauen Ablauf der neuen Browserwahl. Demnach testet der Windows-Hersteller sie in Frankreich, Belgien und Großbritannien, bevor er sie in Deutschland und den anderen Ländern Mitte März ausrollt. Die Software für den Auswahlbildschirm gelangt in Form eines automatischen Updates auf die Computer. Für Windows-Nutzer, die gemäß ihrer Settings die Downloads des Windows-Update-Mechanismus erst bestätigen müssen, ist das Update fakultativ. Die Browser-Installationssoftware startet beim ersten Login eines IE-Nutzers nach dem Update und danach auf Wunsch: Auf den Windows-Desktop wandert nach den Preview-Screenshots bei Heiner (siehe Galerie) eine entsprechende Verknüpfung.

Mit diesem Update kommt Microsoft der im Dezember 2009 mit der EU getroffenen Einigung im Browserstreit nach, der auf Betreiben Operas seit zwei Jahren in Gang war (wir berichteten). Die Vereinfachung einer alternativen Browserinstallation gilt nur in der EU. Zur Wahl stehen laut der Preview des Auswahlbildschirms ein Dutzend Browser, darunter Firefox, Opera und Google Chrome. Die Auswahlsoftware zeigt die Browser in zufälliger Reihenfolge an, was laut Dave Heiner Bestandteil der EU-Vereinbarung ist.

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