Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2009  »  12  »  Flottes Projekt  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

GPS-basiertes Flottenmanagement mit Open GTS

Flottes Projekt

von Markus Feilner, Martin Flynn
Erschienen im Linux-Magazin 2009/12

Ein GPS-Tracker, ein Webserver und Open GTS das reicht, um Bewegungen einer Fahrzeugflotte oder eines Haustieres zu erfassen. Entwickler Martin Flynn stellt dem Linux-Magazin die Software vor.

Gerade mal zwei Jahre alt ist Open GTS, das Open-Source GTS Tracking System [1], doch in seiner Branche hat es sich bereits als feste Größe etabliert. Mit der Open-Source-Alternative zu proprietären Flottenmanagement-Systemen überwachen mittlerweile Anwender in über 70 Ländern PKWs, LKWs, Anhänger, Busse, Taxis, Schiffe oder den Standort von Personen und Haustieren.

Accounts und ACLs

Open GTS ist flexibel konfigurierbar und integriert zahlreiche Features. Neben einem auf CSS basierendem, individualisierbaren Webinterface bringt es ein Benutzermanagement mit, in dem Admins Benutzer, Accounts, Fahrzeuggruppen und Fahrzeuge fast beliebig kombinieren dürfen. Zugriffsrechte kann es mit Access Control Lists fein granuliert einstellen.

GIS-Anwender freuen sich über Geofencing, Geozones und reverse Geocoding - Techniken, mit denen Open GTS Polygonen in einer Kartendarstellung Adressen zuordnet. Als Kartenlieferanten dienen Openstreetmap [2], Openlayers [3] oder der Geoserver [4]. Prinzipiell lassen sich auch die APIs beliebiger Geodatendienste wie Google Maps integrieren.

Für den Input an eigenen Daten sorgen alle gängigen GPS-Geräte, die Tracking beherrschen, also die berechneten Messdaten wie Position, Geschwindigkeit und Uhrzeit speichern. Übers Internet oder Mobilfunk gelangen deren Daten live an den Server. Der ist für die Auswertung gerüstet und bringt umfassende Reportfunktionen mit.

Das freie Open GTS gibts unter der Apache Lizenz 2.0 als Zip-Archiv zum Download. Die kommerzielle EnterpriseVersion mit Support der kalifornischen Firma Geotelematics [5] bringt erweiterte GIS-Funktionen, mehr Reporting und Messaging mit. In der Zip-Datei der freien Variante findet sich für den Einsteiger das File »OpenGTS_Config.pdf« mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation auf allen möglichen Linux-Distributionen.

Track.war

Open GTS ist komplett in Java implementiert und setzt daher ein paar erfüllte Abhängigkeiten voraus: Eine aktuelle JRE von Sun, Apache Ant und Tomcat sowie die MySQL-JDBC-Treiber müssen sein.

Der Installationsvorgang umfasst das Kompilieren der Quellen, die Initialisierung der Datenbank und das Kopieren der mitgelieferten Beispieldaten. Der Installer hinterlässt Open GTS normalerweise in »/usr/local« und baut gleich das entsprechende Servlet namens »track.war« mit. Jetzt kann sich der Benutzer bereits einloggen und einen ersten Blick auf die Features werfen. Wer nicht so viel Geduld hat, schaut sich die Online-Demo an [6].

Auch die Login-Seite und das Hauptmenü sind frei konfigurierbar. Standardmäßig erscheinen hier nur die Eingabefelder »Account«, »User« und »Passwort«, aber anpassbare CSS-Dateien finden sich im Verzeichnis »war/track«. Nach der Anmeldung erscheint das Hauptmenü mit mehreren Textlinks, wo der Benutzer zwischen Mapping, Reporting und Administration auswählt.

Wer die Demodaten installiert hat, kann jetzt erste Erfahrungen mit seinem Open GTS sammeln. Als Client reicht dafür jeder Browser, der Javascript kann. Das ist nötig, um die einzelnen Kartenquadrate vom Map-Provider zusammenbauen und interaktiv präsentieren zu lassen. Im Bereich »Mapping« geben die Demodaten einen Eindruck von der so genannten Brotkrumenansicht (Breadcrumb View) aus Abbildung 1.


Abbildung 1: Das Open-Source-Flottenmanagement Open GTS zeigt: Der Firmenwagen ist von Sacramento nach San Francisco und zurück gefahren. Die Farbe der Marker gibt Aufschluss über seine Geschwindigkeit.

Sie können diesen Artikel als PDF für 99 Cent kaufen. Klicken Sie dazu einfach auf eine der beiden Bezahloptionen Paypal oder ClickandBuy.


Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Wirbelstürmer Freie Mapping- und Routing-Services mit von Usern erzeugten Karten
Tooltipps Werkzeuge im Kurztest
Konservierungsmittel Objektdatenbank Db4o für Java und Mono
Projekteküche Neues aus der Welt der freien Software und ihrer Macher
Frisch aufgebrüht Netbeans 6.0 und Eclipse 3.3 im Vergleich
Alles fließt Workflow-Management mit BPEL
Whitepaper
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele

Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)