Weitergesponnen
Listing 2 zeigt, wie C# mit Objekten umgeht. Die Klasse »ObjectPrinter« erzeugt ein Array, das Instanzen der Klassen »Apfel« und »Birne« enthält. Eine »print()«-Methode soll Informationen zu den einfachen Testobjekten ausgeben. Entscheidend für das Verständnis des Code ist, dass sich C#-Klassen wie alle im Sprachumfang enthaltenen Objekte implizit von »System.Object« ableiten. Daher kann der Entwickler in C# ein Array von »Object«-Objekten erzeugen (Zeile 34) und ihm wie in Smalltalk eigene Klasseninstanzen zuweisen (Zeilen 21 und 22).
01 using System;
02
03 namespace LinuxMagazineObjectPrinter
04 {
05 class Apfel {
06 public Apfel()
07 { Console.WriteLine("Im Apfel-Konstruktor: {0}", secret_); }
08
09 private string secret_ = "Ich bin ein Apfel";
10 }
11
12 class Birne {
13 public Birne()
14 { Console.WriteLine("Im Birnen-Konstruktor: {0}", secret_); }
15
16 private string secret_ = "Ich bin eine Birne";
17 }
18
19 class ObjectPrinter {
20 public ObjectPrinter(){
21 obstSammlung[0] = new Apfel();
22 obstSammlung[1] = new Birne();
23 // Der folgende Code führt zum Werfen einer Ausnahme
24 // obstSammlung[2] = new Birne();
25 }
26
27 public void print(){
28 int laenge = obstSammlung.Length;
29 for(int i=0; i<laenge; i++){
30 Console.WriteLine(obstSammlung[i].ToString());
31 }
32 }
33
34 private object[] obstSammlung = new object[2];
35 }
36 }
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Ab Zeile 5 definiert Listing 2 die Klassen mit den Namen »Apfel« und »Birne«. Anders als in C++ darf der Programmierer private Variablen direkt im Klassenrumpf initialisieren. Der Konstruktor kann auf diese Informationen zurückgreifen. Die beiden Klassen demonstrieren auch, wie sich in C# öffentliche und private Elemente erzeugen lassen. Die Klasse »ObjectPrinter« enthält ein Array von zwei Objekten, dem der Konstruktor jeweils ein Objekt vom Typ »Apfel« und eines vom Typ »Birne« zuweist.
Adressiert
Klassen sind Referenztypen. Das bedeutet, dass das Array »obstSammlung[]« nicht die Klassen oder deren Objekte selbst, sondern lediglich ihre Speicheradresse enthält. Dies können sich C- oder C++-Programmierer wie Pointer vorstellen, auch wenn sie durch die Referenz nicht ohne Weiteres Zugriff auf den Speicher selbst erhalten.
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