Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 11/2017
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Brotli komprimiert Webseiten besser

Kleine Brötchen

Mit Brotli hat Google eine Software entwickelt, die eine echte Alternative zu Gzip darstellt, indem sie Webseiten stärker komprimiert und dem Serverbetreiber auf diese Weise Bandbreite spart.

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Seit fast 20 Jahren setzen Webserver auf die Gzip-Kompression und verdichten damit die von ihnen angebotenen HTML-, CSS- und sonstige Textdateien, die Browser dann empfangen und wieder entpacken. Da die Netzwerkverbindung ein Nadelöhr ist, beschleunigen diese Methoden die Datenübertragung.

Handelt es sich hingegen um dynamische Inhalte, erfolgt die Gzip-Kompression auf dem Server on the Fly. Der Webserver liest in diesem Fall die Datei aus dem Dateisystem, pipt sie durch Gzip und liefert das Ergebnis anschließend an den Browser. Oft ruft er vor dem Gzip-Schritt noch ein PHP-Modul auf.

Bei statischen Files (zum Beispiel CSS-Dateien) erledigt der Server die Kompression mitunter auch einmalig im Vorfeld und legt sie dann als ».gz« -Dateien im Dateisystem ab. Das spart CPU-Leistung auf dem Server. Zudem kann in diesem Fall auch Googles Komprimierungssoftware Zopfli [1] zum Einsatz kommen. Die arbeitet zwar sehr viel langsamer und zugleich CPU-intensiver als Gzip, liefert aber bessere und dennoch mit Gzip kompatible Ergebnisse.

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