Ein Gnome-Entwickler bemängelt, dass der Linux-Support von Razer offenbar nicht mehr existiert. Noch vor einem knappen Jahr hatte der Hardware-Hersteller um die Gunst der Linux-Nutzer gebuhlt.
Der Gnome-Entwickler Richard Hughes (hughsie) kritisiert Razer in einem Blogeintrag. Er hatte sich an den Hersteller von Spiele-Hardware gewandt, um dort das LVFS-Projekt vorzustellen. Der Linux Vendor Firmware Service erlaubt es Hardware-Herstellern, ihre Firmware-Updates an den Dienst zu schicken. Der versieht die Updates mit den passenden Metadaten, so dass Update-Clients wie Gnome Software oder Fwupd-Daemon erkennen, ob ein Firmware-Update für die eigene Plattform bestimmt ist. LVFS ist also eine Schnittstelle zwischen Hardware-Herstellern und Linux-Nutzern.
Der Entwickler bot Razer laut seinem Blogeintrag an, die Update-Plattform zu nutzen, wenn sie das Firmware-Update-Protokoll veröffentlichen. Er bot auch an, selbst solchen Code zu schreiben, wenn er von Razer zumindest die Spezifikation erhalte. Die Antwort kam postwendend: Man begrüße seinen Enthusiasmus, doch der Software-Support konzentriere sich aktuell nur auf die Plattformen Windows und Mac.
Das ist insofern überraschend, als Razers CEO Min-Liang Tan noch im März 2017 Linux-Nutzer dazu aufrief, beim Linux-Support für die Razer-Blade-Serie zu helfen, um es “zum besten Notebook in der Welt mit Linux-Support” zu machen. Zugleich wurde eine Linux-Ecke eingerichtet. Es bleibt allerdings noch unklar, ob sich die Antwort des Supports nur auf den Update-Mechanismus für Linux oder generell auf die Software für die Linux-Plattform bezieht. Eine Anfrage des Linux-Magazin blieb bislang unbeantwortet.





>Er bot auch an, selbst solchen Code zu schreiben, wenn er von Razer zumindest die Spezifikation erhalte.Das hatte ja auch Greg-Kroah Hartman und andere Maintainer bei den Grafikkartenherstellern bereits angeboten und sinngemäß gleiche Rückmeldungen bekommen (deshalb ja auch F*ck You NVIDIA)Hatten sich zum Beginn von Linux noch viele Hersteller mit dem Argument “ist uns zu viel Arbeit” geweigert etwas für das freie OS zu tun, tun sie es nun gerne mit der Angst davor das Ihr “geistiges Eigentum”, also Ihr Code an “Falsche” gerät.