Purism integriert Heads-Firmware in seine Laptops

Purism bietet Laptops mit einem Fokus auf Sicherheit an. So deaktiviert der Hersteller auf seinen Geräten unter anderem Intels Management Engine. Neuerdings integriert die Firma auch die TPM-Firmware Heads.

Die von Purism verkauften Geräte verwenden dazu ein Coreboot, das von dem eigenes integrierten TPM-Chip (Trusted Platform Module) Gebrauch macht. Heads wiederum misst laut der Ankündigung mit Hilfe der TPM-Register den Bootprozess, was sicherstellen soll, dass niemand die Boot-Firmware oder -Konfiguration manipuliert hat. Ist das System sicher, dass keine Manipulationen vorliegen, tritt das TPM als Schlüsselsafe für die Festplatten-Entschlüsselung in Aktion.

Zeitbasierte Einmal-Passwörter

Auch der kryptografische LUKS-Header lässt sich zum Beispiel an ein TPM PCR (Platform Configuration Register) binden. Zudem ist es möglich, zeitbasierte Einmal-Passwort-Algorithmen (Time-based One-time Password Algorithm) zu generieren. Diese vom System beim Booten erzeugten Einmal-Passwörter sind an das TPM gebunden, das sie wiederum erst dann generiert, wenn es sicher ist, dass die Boot-Firmware und -Konfiguration nicht angetastet wurden. Über das Handy und zum Beispiel den Google Authenticator lässt sich der gezeigte Code dann abgleichen.

Purism integriert den TPM-Chip seit November 2017 auf Wunsch der Kunden zum Aufpreis. Da sich 98 Prozent der Kunden für diese Konstellation entschieden haben, bringen die Laptops diese TPM-Chips seit Februar 2018 standardmäßig und kostenlos  mit. Auch die Heads-Integration kommt nicht von heute auf morgen: Seit April 2017 arbeitet der Hersteller mit dem Heads-Entwickler Trammel Hudson zusammen. Der hielt auch einen Vortrag zum Thema auf dem letzten Chaos Communication Congress.

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