Der Verband der Internetwirtschaft Eco unterstützt ein Bündnis gegen ein europäisches Leistungsschutzrecht. In einem Offenen Brief an CDU-Politiker Axel Voss, Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments bei der Reform des Urheberrechts, fordert das Bündnis die Abkehr von den Plänen zur Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts für Presseverlage.
Im Bündnis sind Verbände europäischer Institutionen, Unternehmen, Journalisten, Bibliotheken, Nachrichtenverlage und weitere Organisationen vertreten.
Das Europäische Parlament hält das Leistungsschutzrecht für nötig, um den Qualitätsjournalismus zu bewahren, schreibt der Eco-Verband in seiner Mitteilung. Demgegenüber argumentieren die Unterzeichner des offenen Briefs, dass das Leistungsschutzrecht für Presseverleger absolut nicht notwendig sei. Es gebe keine entsprechende Schutzlücke im Urheberrecht. Zudem widerspreche das Leistungsschutzrecht der Grundidee des freien Meinungs- und Informationszugangs im Internet, schreibt Eco. Auch die Hoffnung, den Kampf gegen Fake News zu stärken, werde mit dem Leistungsschutzrecht konterkariert.
Das Linux-Magazin berichtet in der Ausgabe 06/2018 über den Vorschlag von Axel Voss.




