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Dirk Riehle: Der erste deutsche Open-Source-Professor

Linux-Magazin Online stellt vor: Professor Dr. Dirk Riehle, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschlands erster Open-Source-Professor.

Nach 13 Jahren in der Schweiz (im Bereich der Bankeninformatik) und im Silicon Valley (bei SAP), kommt Prof. Dr. Dirk Riehle jetzt nach Deutschland zurück, um Open-Source-Professor an der Universität Nürnberg-Erlangen zu werden.

Nach seinen Schwerpunkten gefragt, nannte Riehle gegenüber Linux-Magazin Online die Verbesserung von OSS-Developmentools, Optimierung von Entwicklungs-Prozessen und die Erforschung von Geschäftsmodellen für Firmen, die mit und im Umfeld freier Software erfolgreich sein wollen. Dabei stehen sowohl Firmen wie auch Industrie-Konsortien und Konzerne im Fokus seiner Projekte.

Riehle kann auf die Unterstützung der freien Softwarebranche setzen: Sowohl Red Hat als auch Novell finanzieren eine Doktorandenstelle an der FAU mit, und auch Richard Seibt von der Open Source Business Foundation sicherte dem Lehrstuhl volle Unterstützung zu.


Über den Dächern von Nürnberg: Deutschlands erster Open-Source-Professor, Prof. Dr. Dirk Riehle.

Riehle kam nach eigener Angabe über Suns Großrechner zu Debian-Linux und verwendet heute je nach Einsatzgebiet verschiedenste Distributionen. "Die Vorlesungen werden gut angenommen und wir erhalten sehr viele Anfragen wegen Promotionen. Wir planen auch Praktika im mobilen oder embedded Umfeld, zum Beispiel auf Android. Und Drittmittelprojekte mit Firmen aus der Metropolregion Nürnberg-Erlangen sind jederzeit denkbar.", so der frischgebackene OSS-Professor zu Linux-Magazin Online.

(Markus Feilner)
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Kommentare (2)
von
Michael Stehmann,
30.11.2009 13:14
Keineswegs überflüssig
Die "Optimierung von Entwicklungs-Prozessen und die Erforschung von Geschäftsmodellen für Firmen, die mit und im Umfeld freier Software erfolgreich sein wollen" sind Themen, die spezifisch sind für Freie Software oder sich zumindest hinreichend von vergleichbaren Themen bei proprietärer Software unterscheiden.
Es geht eben nicht nur ums reine Coden, sondern vielmehr darum, wie Freie Software-Projekte erfolgreich sein können.
von
H. Lubenow,
27.11.2009 19:51
Klingt überflüssig
Open-Source-Professor? Klingt überflüssig: Ein Professor im Computerbereich sollte Studenten vor allem das Wissen vermitteln, wie man Programme schreibt. Ob diese Programme dann Open-Source oder Closed-Source werden, kann man doch nicht am Lehrstuhl festmachen!

Gruß