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Sun bastelt an freier Web-Video-Lösung

Rob Glidden von Sun Microsystems berichtet in seinem Blog von zwei neuen Open-Source-Projekten seines Arbeitgebers, die in einer freien Media-Lösung mit Video- und Audio-Codecs münden sollen.

Im Rahmen der Open-Media-Commons-Initiative (OMC) arbeitet das Unternehmen an OMS Video, die Abkürzung steht laut Gliddden wahlweise für Open Media Stack oder Open Media System. Die offene und kostenlose Videolösung für das WWW soll - ähnlich wie Flash - einen Audio- und Videocodec einschließen und sich zugleich um den Transport und die Kontrolle der Daten kümmern sowie für die Sicherheit der Inhalte sorgen. Die Entwickler des freien Codec wollen nicht nur auf technische Merkmale des Codecs, wie Geschwindigkeit und Qualität, achten. OMS soll auch lizenztechnisch den Ansprüchen an freie Software genügen, keine Lizenzgebühren kosten und keine Patente verletzen. Es folgt der von der OMC-Initiative entwickelten Intellectual-Property-Rights-Methode. Die Initiative setzt nicht nur auf eine eigene Lizenz, die Common Development and Distribution License (CDDL), die eine Kombination von offenem und proprietärem Code erlaubt sondern setzt auch auf Digital Rights Management (DRM).

Der ausgelieferte Video-Codec soll lose auf dem H.26x-Standard basieren, als Audio-Format liebäugeln die Entwickler mit Xiph Vorbis. H.264 will Sun nicht direkt übernehmen, da dem Unternehmen das Format nicht frei genug ist: "Sun gehörte 2003 zur Allianz von mehr als 20 Unternehmen, die öffentlich für ein lizenzgebührenfreies Modell der Basis von H.264 eintraten, das aber abgelehnt wurde." Projekte mit ähnlicher Zielrichtung wie Vorbis, Theora und Dirac betrachtet man jedoch nicht als Konkurrenten, sondern als Unterstützer. Wie lange es dauern wird, bis es ein erstes vorzeigbares Produkt gibt, lässt sich der Ankündigung nicht entnehmen.

(Kristian KIßling)
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