Wider Erwarten: Echtzeit-Linux für 2015 finanziert

Nachdem es Ende vergangenen Jahres so aussah, als müsse die weitere Integration der Echtzeit-Patches in den Mainline-Linux-Kernel eingestellt werden, weil das nötige Geld nicht zusammenkommt, hat sich das Blatt nun gewendet.

Der Geschäftsführer der Open Source Development Labs, Dr. Carsten Emde, zeigt sich auf elektronik net.de  überrascht wie viele Firmen  seinem und dem Aufruf des Kernelentwicklers Thomas Gleixner nach finanzieller Unterstützung gefolgt sind. Vier OSADL-Mitglieder haben ihren Mitgliedsstatus von »Bronze« auf »Gold« angehoben, was einer Steigerung des Mitgliedsbeitrags von 8.000 auf 24 000 Euro jährlich entspricht. Einige Firmen haben Service-Level-Agreements im Umfang von je 20 000 Euro abgeschlossen. Neue Mitglieder sind OSADL beigetreten und weitere haben Extra-Leistungen vertraglich abgeschlossen. »Mit der Behauptung, es gäbe viele Nutznießer und nur wenige, die etwas beitragen, haben wir der Automatisierungsindustrie wohl doch etwas Unrecht getan,« sagt Emde nun.

»Das Schöne bei den Mitgliedsbeiträgen und Service-Verträgen ist, dass uns dieses zusätzliche Geld nicht nur dieses Jahr, sondern auch in den nächsten Jahren zur Verfügung steht,« so Dr. Emde weiter. Insgesamt kann die Genossenschaft schon 2015 auf zusätzliche 250 000 Euro zurückgreifen. Das entspricht ungefährt eineinhalb Ingenieursstellen. Damit ist die weitere Integration der Echtzeit-Patches in den Linux-Kernel gesichert.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben