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Ubuntu 9.04: Neue Intel-Treiber sollen Grafikprobleme lösen

Hoffnung für Ubuntu-Nutzer mit Intel-Grafik: Wie es scheint, lösen die aktuellen 2D-Treiber die meisten der bis heute mit Intel-Chips auftretenden Grafikprobleme, schreibt Ubuntu-Entwickler Bryce Harrington auf der Entwickler-Mailingliste. Auch Jaunty-Anwender profitieren von dieser Entwicklung.

Ein Ärgernis für Besitzer von Ubuntu 9.04 und Intels Grafikchips sind die Probleme mit den mitgelieferten Grafiktreibern. Obwohl Intel seine Treiber recht vorbildlich in Open-Source-Manier verwaltet, funktionieren die 2D- und 3D-Beschleunigung mit Intel-Treibern bisher nur schleppend.

Schuld daran ist eine unglückliche Kombination aus aktuellem Kernel 2.6.28 mit Kernel Mode Setting (KMS), Intels neue Beschleunigungsarchitektur namens UXA, die EXA ablösen soll sowie der neu in den Kernel eingezogene Graphics Execution Manager (GEM).

Weitgehende Abhilfe bringt nun, wie Bryce Harrington auf der Entwickler-Mailingliste schreibt, der Intel-Treiber mit der Version 2.7.99.1. Der noch instabile 2D-Treiber soll die meisten, mit Intel-Chips aufgetretenen Probleme, lösen. Allerdings kommt die stabile Version voraussichtlich erst in Ubuntu 9.10 zum Einsatz.

Für Jaunty-Nutzer weist Harrington darauf hin, dass sich viele der aufgetretenen Probleme bereits mit der Installation des Kernels 2.6.30 lösen lassen. Ubuntu-Paketquellen für diesen Kernel gibt es hier. Harrington empfiehlt, den UXA-Modus in der Datei xorg.conf zu aktivieren, aber nicht das KMS, das per Default offenbar ausgeschaltet ist. Um UXA zu aktivieren, fügt man die Zeile Option "AccelMethod" "UXA" in die Section "Device" der Datei /etc/X11/xorg.conf ein.

Wer einen aktualisierten 2D-Treiber installieren will, sollte allerdings vorzugsweise den stabilen Treiber 2.7.1 einspielen. Über ein externes Personal Package Archive (PPA), das man als Paketquelle einbindet, lässt sich dieser installieren - das Paket heißt xserver-xorg-video-intel. Aber Vorsicht: Spielereien mit der Xorg können zu unangenehmen Nebeneffekten führen. Man sollte daher wissen, was man tun und zudem ein Backup der Originaldateien anlegen.

( Kristian Kißling )
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Kommentare (2)
von
Sven Meyer,
01.07.2009 17:42
schade, so wird das nchts ...
mit Ubuntu/Linux auf dem Desktop für die Massen (als Windows Ersatz).
Das gefummel will sich doch kein normaler User antun.
Also wieder warten, ob mit der nächsten Version alles besser wird ...
von
Helfersyndrom,
09.06.2009 21:59
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