Das neue Trace nutzt die vorhandene Perf-Infrastruktur des Kernels. Einen kurzen Überblick und eine rudimentäre Installations- und Gebrauchsanleitung gibt Thomas Gleixner in seiner Nachricht an die Kernel-Mailingliste. Der Code befindet sich in Ingo Molnars Kernelzweig Linux-2.6-tip.

Als Motivation für die Neuentwicklung gibt Thomas Gleixner an, für den Kernelspace habe es bisher kein mit dem Userspace-Tool Strace vergleichbares Werkzeug gegeben. Die Tools Powertop und Latencytop bezeichnet er als rühmliche Ausnahmen. Die Entwickler möchten Trace in Zukunft weiter ausbauen und bitten zunächst um Feedback zur ersten Version.

Das Werkzeug kann die Traces einzelner Tasks oder Gruppen von Prozessen und Threads aufzeichnen. Es eignet sich aber für Analysen des Gesamtsystems oder zur Beobachtung einer einzelnen CPU. Es erfasst Systemaufrufe, den Lebenszyklus von Tasks (Fork, Clone, Exit) und Pagefaults sowie die Aktivitäten von Speicherverwaltung und Scheduler.