Qemu 2.5 bringt allerlei Neuerungen mit, zu den Highlights gehören der 3D-Modus von “virtio-gpu”, der Multiqueue-Support für “vhost-user”, die “postcopy”-basierte Livemigration und die QMP-Introspektion.
Eine “postcopy”-Implementierung erlaubt es, auch Gäste in endlicher Zeit zu migrieren, die, relativ zur verfügbaren Bandbreite, über einen großen Bedarf an Arbeitsspeicher verfügen. Mit Qemu 2.5 lassen sich VMs jeder größe mit jedweder Workload migrieren. Die VM läuft dann schon früh auf dem Zielhost, der RAM wird nachgeliefert. Das führt gegenüber dem “precopy”-Verfahren zu nur minimalen Downtimes der VM.
Das neue “query-qmp-schema”-Kommando erlaubt es Clients, zu inspizieren, welche ABI-Elemente der QMP-Parser akzeptiert. Damit lässt sich herausfinden, welche QMP-Features ein bestimmter Build unterstützt. Die Introspektion erstreckt sich allerdings nur auf die Syntax und umfasst nicht alles, was QMP kann. Auch der Multiqueue-Support für “vhost-user” ist neu an Bord.
Ebenfalls interessant: “virtio-gpu” unterstützt nun einen 3D-Modus. Das bedeutet, Gastsysteme können Open GL verwenden, 3D-Anwendungen in der VM laufen. Dabei führt eine in die VM integrierte 3D-Grafikkarte die 3D-Berechnungen mit Hilfe der Grafikkarte des Host aus. Das setzt allerdings einen Kernel 4.4 und Mesa 11.1 voraus.
Zahlreiche weitere kleinere Änderungen für ARM-Systeme oder Xen liefert ein ausführliches Changelog.




