Open Source im professionellen Einsatz

Novena: Laptop als Open-Source-Hardware

09.01.2014

Zwei US-Entwickler haben einen eigenen, komplett offenen Laptop gebaut. Vor einem Jahr hätten sie angefangen, und es sei ein schwieriges Projekt gewesen, schreiben sie in Ihrem Blog.

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Kein Proof-of-Concept, sondern ein alltagstaugliches Gerät sollte es werden, und komplett offene Hardware, schreibt Bunnie Huang . Zwar sei es ihm manchmal vorgekommen wie der Versuch, einen 1000-PS-Motor in einem alten Honda Civic unterzubringen, doch am Ende war das Projekt doch von Erfolg gekrönt, wie die Blaupausen der Hardware beweisen.

Ein Prototyp des Open-Source-Laptops. (bunniestudios.com CC BY-SA)

Neben dem Dogma der Open-Hardware-Fraktion "If you can't hack it, you don't own it" gaben auch die Enthüllungen der NSA-Affäre wichtige Motivationen für Huang und seinen Kollegen Sean Cross. Lediglich Silicon Poisoning sei noch möglich, doch viele andere Einfallstore aus dem TOA-Katalog der NSA könne man praktisch ausschließen.

Das führte zu anspruchsvollen Voraussetzungen für die Hardware, etwa dass diese ausschließlich aus NDA-freien Komponenten bestünde und in der Lage sei, jederzeit alle benötigte Firmware selbst zu bauen. Billig muss er nicht sein, aus Leistungsgründen kam ein Raspberry Pi nicht infrage.

Am Ende steht heute ein Laptop mit 13-Zoll-Display mit 2560 mal 1700 Pixeln, Gigabit-Ethernet, SATA 3 und einem Endoskelett aus Aluminium und echtem Leder sowie einer Thinkpad-Tastatur. In einem Vortrag auf dem 30C3 zeigten die Entwickler ihre Geräte, in denen eine Quadcore-A9-Cortex-CPU mit 1,2 GHz arbeitet. Dazu kommen eine Vivante CC2000-GPU sowie bis zu 4 GByte DDR-3-1066 RAM. Details zur Hardware bieten die Blueprints .

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