Neuer x86-Setup-Code für den Kernel

Der aktuelle x86-Setup-Code des Linux-Kernels ist in Assembler geschrieben und nahezu nicht lesbar. Das soll nun eine Reihe von in "C" geschriebenen Patches ändern.

Der Kernel-Entwickler H. Peter Anvin hat den x86-Setup-Code neu geschrieben und eine Reihe von Patches auf der Linux-Kernel-Mailing-List vorgestellt. Der derzeitig verwendete Code ist noch gänzlich in der Programmiersprache Assembler geschrieben. In C geschrieben sei der neue Code deutlich leichter zu lesen und, so hofft Anvin, leichter zu debuggen. Beim Umschreiben des Codes hat der Entwickler kleinere Fehler gefunden, die er ebenfalls ausgebessert hat. Die Patches nutzen die Funktion “.code16gcc” der binutils, die es Funktionen erlaubt sowohl in den 16-Bit- als auch in den 32-Bit-Segmenten des gleichen Moduls zu laufen. Da diese Fuktion jedoch bei falscher Adressierung zu Fehlern führen kann, sind nicht alle Entwickler zufrieden mit dieser Implementierung.

Linus Torvalds hat erfreut auf den neuen Code reagiert, schon weil er mit weniger Zeilen auskommt. Er schlug vor, den Code zu mergen, war sich aber anfangs nicht sicher ob direkt in den Release Candidate 1 des kommenden Kernels 2.6.23 oder in den -mm-Tree. Letzterer mache für ihn mehr Sinn, um den Code zu erproben. Erst als Kernel-Maintainer Andrew Morton darauf hingewiesen hat, dass der Code schon seit dem 11. Mai im experimentellen Zweig sei und sich bewährt habe, stimmte Torvalds zu und übernahm die Patches in den Kernel 2.6.23-rc1.

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