NSA stellt Quellcode online

Die amerikanische National Security Agency (NSA) stellt Teile ihrer Überwachungssoftware unter Open-Source-Lizenz, den Anfang macht Niagara Files (Nifi). Dabei inszeniert sich der Geheimdienst als staatliche Forschungseinrichtung.

Nifi soll laut Ankündigung Datenflüsse zwischen Computernetzwerken automatisieren, auch wenn die Datenformate und Protokolle abweichen. Laut NSA könne die Software dem privaten Sektor der USA zu Hilfe sein. So könnten kommerzielle Unternehmen den Informationsfluss zwischen geografisch auseinander liegenden Orten kontrollieren und analysieren.

Die Software sei nur die erste in einer Reihe geplanter Veröffentlichungen im Rahmen eines Technology Transfer Program (TTP). Die “Forschungsdurchbrüche” der NSA hätten häufig auch einen kommerziellen Anwendungsbereich, schreibt der Geheimdienst. Es handele sich bei Nifi zudem nicht um die erste Open-Source-Software der NSA, die PR-Meldung verweist auf die Apache-Software Accumulo, das auf Googles Big Table basiert.

In der Pressemitteilung nutzt die NSA auch gleich die Gelegenheit, sich selbst ins rechte Licht zu setzen. Demnach betrachtet sich die Agentur als “Forschungseinrichtung”, die “komplexen Herausforderungen” gegenüber stehe. Wortwörtlich heißt es: “Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor erweist sich das Datenmanagement als zunehmend komplexe Herausforderung – bezieht man die rigorosen rechtlichen Rahmenbedingungen in die Rechnung ein und das erhöhte Datenaufkommen in der digitalen Ära.”

Inwieweit sich die NSA tatsächlich um die “rigorosen rechtlichen Rahmenbedingungen” schert, ist umstritten. In den USA wurden dem Geheimdienst Gesetzesverstöße nachgewiesen, in Deutschland erforscht zurzeit der NSA-Untersuchungsausschuss die Rechtmäßigkeit der jahrelangen Überwachungspraxis. Laut Edward Snowden betreibe der Geheimdienst unter anderem Wirtschaftsspionage.

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Jörg Linuxfreund
8 Jahre her

Ich denke es ist nur verständlich wenn man beim lesen dieses Artikels ein ungläubiges Gesicht zieht. openSource (also offen und frei) und Geheimdienst passen nicht wirklich gut zusammen.Es gibt aber bei Linux schon länger Teile (z.B. SELinux) die aus der Feder der NSA stammen, aber bei welcher Distribution diese Software aktiviert oder auch nur installiert ist, unterscheidet sich.Solange der Quellcode einsehbar ist begrüße ich das zunächst.

zigi hohler
8 Jahre her

was soll das ?diese ist längst obsulet

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