Auf dem Ubuntu Online Summit (UOS) legte Mark Shuttleworth nicht nur den Codenamen für Ubuntu 15.10 fest, sondern kündigte auch für 2015 ein Smartphone “mit einem Desktop-Benutzererlebnis” an.
Die Crowdfunding-Kampagne für das Ubuntu Edge brachte 2013 nur rund 13 Millionen anstelle der anvisierten 32 Millionen ein und scheiterte damit. Das Konzept aber stieß auf einige Gegenliebe. Nun kündigte Mark Shuttleworth in seiner Keynote zum Ubuntu Online Summit (ab Minute 8:55) an, dass 2015 noch ein Ubuntu-Phone auf den Markt kommen werde, das den Nutzern ein “Desktop-Benutzererlebnis” bieten werde. Konkreter wurde der Ubuntu-Gründer nicht, verwies aber auf Pläne von Microsoft, über das Smartphone Windows 10 als Desktop anbieten zu wollen.
Was er noch verlautbarte, war der Name für das nächste Ubuntu mit der Versionsnummer 15.10. Er habe sich eine Reihe von Vorschlägen angesehen und schließlich für “Wily Werewolf” (Gewiefter Werwolf) entschieden. Diese neue Ubuntu-Version soll im Oktober 2015 erscheinen.
Ansonsten ging es in seiner Keynote vor allem um Konvergenz: Ubuntu soll künftig in einer einheitlichen Version auf allen möglichen Geräten lauffähig werden, das neue Snappy-Paketformat soll dabei helfen. Es soll Ubuntu zugleich sicherer machen, da die Anwendungen als Read-only-Images isoliert nebeneinander laufen. Zugleich soll Snappy das Internet der Dinge erobern, auf Routern, Switches, Security-Kameras und Smart-TVs zum Einsatz kommen. Die praktische Umsetzung erinnert zugleich an die von Lennart Poettering entwickelten Ideen zur Zukunft von Linux-Systemen.
Die Arbeit an Snappy gehe voran, erklärt Shuttleworth, es bilde sich allmählich eine Community um das System herum. In den UOS-Sessions zum Thema Desktop-Konvergenz (Snappy Personal) schienen sich die Entwickler allerdings noch in einigen Punkten uneinig darüber zu sein, wie die Architektur des neuen Systems konkret aussehen soll. Wo sollen beispielsweise Anwendungen ihre Konfigurationsdaten aufbewahren und gegebenenfalls austauschen, lautete eine der offenen Fragen. Auf die Ubuntu-Entwickler, soviel ist klar, wartet noch einiges an Arbeit.






