Der französische Linux-Anbieter Mandriva steht vor dem endgültigen Aus. Das französische Firmenregister führt das Unternehmen als in der Liquidation befindlich.
Die Websites mandriva.com und mandriva.fr sind bereits nicht mehr erreichbar. Mandriva, früher Mandrake Linux, beendet damit eine jahrelange Berg- und Talfahrt mit Finanzproblemen, Streit und Kündigungen aber auch einem zwischenzeitlichen Börsengang (2011) und Höhenflügen in Sachen Beliebtheit. Bei der Community verhielt es sich ähnlich. Nach Streitereien gab es den Fork Mageia.
1998 als Mandrakesoft von Gaël Duval gegründet, benannte sich das Unternehmen nebst der Distribution nach einem juristischen Hickhack um eine gleichnamige Comicfigur und dem Zukauf des brasilianischen Linux-Unternehmens Connectiva im Jahr 2005 in Mandriva um.
2001 ging Duval mit Mandrakesoft an die Pariser Börse; das so gewonnene Kapital hielt aber nicht lange vor: Bereits 2003 musste die Firma Gläubigerschutz beantragen. Nur dank der massiven Unterstützung durch die Community des Mandrake-Clubs floss wieder Geld, das die Firmeninhaber im Folgejahr in verschiedene Zukäufe investierten. Duvall wurde im Jahr 2006 gekündigt. In der Folge kam es regelmäßig zu Finanzengpässen, zeitweisen Rettungen und erneuten Solvenzproblemen. Nun steht Mandriva laut dem Registereintrag vor der Liquidation.





