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Linux4afrika erneut von der UNESCO ausgezeichnet

Das Nationalkomitee der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat nach 2008 auch in diesem Jahr das Entwicklungshilfeprojekt Linux4afrika als "offizielles deutsches Dekadeprojekt 2009" ausgezeichnet.

Im Rahmen des Runden Tisches der UN-Dekade fand am Donnerstag die Vorstellung und Preisverleihung der offiziellen Dekade-Projekte statt. Moderiert vom Vorsitzenden des Nationalkomitees, Professor Dr. Gerhard de Haan, traten die 75 ausgezeichneten Projekte nacheinander zum Fotoshooting auf die Bühne. Die Jury hatte aus 1800 Bewerbern zu wählen und sucht "tragfähige Konzeptideen, die sich fortpflanzen.", so der Vorsitzender de Haan zu Linux-Magazin Online.

Dabei konnten sich Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen durchsetzen. Vom "Freizeitpark im Hanffeld" oder einem Konzept zur Ausbildung von Schülern zu Energieeffizienzassistenten, über Tierschutz und Ernährung (Animals United, StoffweXel,faire Beschaffungspraxis für die Stadt Chemnitz), Biodiversität, Arten- und Klimaschutz, GPS- und GIS-Anwendungen bis hin zum Nachhaltigkeits-Führerschein für Unternehmen. Bei den länderübergreifende Kooperationen, zum Beispiel aus der Entwicklungshilfe zeichnete die UNESCO wie im Vorjahr auch Linux4afrika aus, ein Projekt des Freiburger Open-Source-Netzwerks FreiOSS e.V., das gebrauchte Rechner instandsetzt, sie mit Linux und Open Source Software ausstattet, um Klassenzimmer in der Dritten Welt mit IT-Infrastruktur zu versorgen.

Nach der Preisverleihung trafen sich die ausgezeichneten Projekte auf Einladung der bayerischen Staatsregierung zu einem Staatsempfang im Kaisersaal der Münchner Residenz. Die Schirmherrschaft hat dabei Markus Söder übernommen, der bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit.

Auch von Linux4afrika selbst gibt es Neues: Freiwillige Helfer beladen derzeit den ersten Container, der wohl Anfang nächsten Jahres nach Malawi gehen wird, "Auslandskorrespondent" und Praktikant Marlon bloggt regelmäßig über seine Erfahrungen in Südafrika. In Kenia und wohl auch bald Ruanda entstehen derzeit weitere neue Kontakte und Projekte. Nachzulesen ist das auf der Webseite des Projektes Linux4afrika.

(Markus Feilner)
Galerie (4 Bilder)
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