Open Source im professionellen Einsatz

Linux Foundation stellt Dronecode vor

13.10.2014

In seiner Eröffnungsrede stellt der Executive Directory der Linux Foundation, Jim Zemlin, das neue kollaborative Projekt Dronecode vor. Im Rahmen von Dronecode sollen verschiedene Unternehmen an einer gemeinsamen Code-Basis für eine Embedded-Variante von Linux arbeiten, die sich besonders für den Einsatz in Drohnen eignet.

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Zu den Gründungsmitgliedern von Dronecode zählen unter anderem die Unternehmen HobbyKing, Horizon, PreicisonHawk und Walkera. Aus der Linux- und Open-Source-Welt stoßen zudem Giganten wie Qualcomm, Intel und Baido zu dem neuen Open-Source-Projekt, welches im Rahmen einer neu gegründeten gemeinnützigen Organisation unter dem Dach der Linux Foundation betrieben werden soll. Schon vor der heutigen Vorstellung arbeiteten mehr als 1200 Entwickler an Dronecode, wobei im Schnitt mehr als sechs Commits pro Stunde erfolgen.

Jim Zemlin betont in seiner Keynote besonders den zivilen Nutzen der neuen Drohnentechnologie.  Die mit Dronecode betriebenen Fluggeräte sollen demnach in den Bereichen Umweltforschung, Humanitäre Hilfe, Industrie (wie Landwirtschaft oder Warenlieferung), der Erhaltung von bedrohten Tierarten und bei Rettungseinsätzen zum Einsatz kommen.

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