Open Source im professionellen Einsatz

KDE will offene Cloud

25.01.2010

Auf der Konferenz Camp KDE in San Diego hat sich ein neues Unterprojekt namens Owncloud vorgestellt.

159

Der KDE-Entwickler Frank Karlitschek präsentierte Owncloud, das eine konsequente Erweiterung seiner Initiative Social Desktop (wir berichteten) darstellt: Heutzutage habe ein Anwender seine Daten nicht nur auf seinem eigenen Computer, sondern auch bei zahlreichen Online-Diensten. Es ist allerdings für User schwierig bis unmöglich, diese Daten miteinander zu kombinieren, etwa ein Weblog bei Blogger mit bei Yahoo untergebrachten Bildern.

Abhilfe soll ein offener technischer Standard für soziale Online-Netzwerke und ähnliche Dienste schaffen. Setzen ausreichend viele Provider die Schnittstelle um, kann der Anwender souveräner über seine Daten verfügen, gleichsam seine eigene Cloud. Als erste potenzielle Teilnehmer an Owncloud haben sich Maemo.org und die KDE-Foren gemeldet. Technologie könnte das KDE-Framework Get Hot New Stuff (GHNS) in Zusammenarbeit mit dem Opensuse Buildservice beitragen.

Das Owncloud-Team besitzt derzeit eine Homepage und ein Git-Repository. Im Lauf der nächsten zwei Monate möchte es Version 1.0 samt WebDAV-Schnittstelle unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen. Tatkräftige Unterstützung ist willkommen.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.