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KDE Roadmap: Version 5 heißt "KDE Frameworks 5"

08.08.2011

Beim Desktop Summit in Berlin stellten die KDE-Entwickler ihre neuesten Pläne für die weitere Roadmap vor. Die nächste KDE-Generation wird einen neuen Namen tragen: KDE Frameworks 5.

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Ein "KDE 5" wird es nicht geben, auch kein "KDE SC 5". "Wir haben aus KDE 4 gelernt", sagte Entwickler Aaron Seigo bei dem vielbeachteten Roadmap-Talk auf dem Desktop Summit. Jetzt haben sich die Developer mit den KDE Frameworks 5 einiges vorgenommen.

Die immer komplexer werdende Bibliotheken-Landschaft soll modularisiert und offener werden, damit sich auch fremde Projekte leichter integrieren lassen. Dazu haben die Entwickler eine (einigermaßen komplexe) Matrix aufgestellt, in der sich die existierenden Bibliotheken verorten lassen und wollen damit zeigen, was sich sinnvollerweise einfach in Qtauslagern lässt, so wird zum Beispiel Kdevelop durch Qdevelop ersetzt. Sowohl Runtime-Tools als auch Bibliotheken lassen sich mit der Matrix kategorisieren, zum Beispiel nach den Kriterien "Solution, Qt-Addon(OS-Integration) und Qt-Addon(Funktionalität).

Mit dieser Aufteilung erhoffen sich die Developer eine saubere Trennung von Applikationen und Libraries, so dass Anwender von Änderungen an der darunterliegenden Struktur nichts oder nur wenig mitbekommen - anders als beim leidvollen Umstieg auf KDE 4. Gleich wichtig ist dabei aber auch die Öffnung für viele Projekte, die mit Qt arbeiten, wie zum Beispiel Qjson. Mehr Details zu der geplanten Matrix und dem Weg dorthin finden sich derzeit nur in den Blogs der Entwickler, zum Beispiel bei Stephen Kelly.

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