Von Ray Bradbury stammt das Buch Fahrenheit 451, das Zensur zum Thema hat. Ein namensgleicher HTTP-Fehlercode soll nun auf Webseiten erscheinen, die Inhalte aus Zensurgründen nicht anzeigen.
Einen entsprechenden Vorschlag habe die IETF nun akzeptiert, schreibt der Vorsitzende der HTTP-Working Group Mark Nottingham in seinem Blog. Anders als der Fehlercode 404 soll 451 darauf hinweisen, dass der Inhalt einer Webseite aus Zensurgründen nicht auffindbar ist. Der IETF-Vorsitzende Jari Arkko unterstütze den Code, ein RFC sei in Vorbereitung.
Dessen Einführung sei nicht nur eine Antwort auf eine zunehmende Zensur im Netz, sondern soll auch dafür sorgen, dass sich zensierte Inhalte in der Praxis automatisiert aufspüren lassen. Konkret würden sich Webseiten wie Lumen und Article19 für solche Abfragen interessieren.
Nottingham macht sich keine Illusionen darüber, das autoritäre Staaten den Einsatz der Fehlermeldung 451 vermutlich schlicht verbieten werden. Bei Staaten mit einem demokratischen Selbstverständnis dürfte das allerdings schwieriger sein. Auch Dienste wie Github, Twitter oder Google, die in manchen Ländern Zensuransprüchen nachkommen müssen, könnten den Fehlercode, den Firewalls oder Server ausliefern, einsetzen.





