Open Source im professionellen Einsatz

Fossgis-Konferenz 2010 in Osnabrück eröffnet

02.03.2010

Was Rang und Namen hat in der Open-Source-Geoinformatik-Szene trifft sich dieser Tage an der Universität Osnabrück zur FOSSGIS-Konferenz. Bis zum Freitag, dem 5. März 2010 reihen sich mehrere Vortragstracks und parallele Workshops aneinander, in denen dieses Jahr -- vor allem an den letzten beiden Tagen -- Openstreetmap im Mittelpunkt steht.

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Das Konferenzprogramm startete heute mit zwei Trainings über "Geodatenbanken mit PostGIS" und "Rasterdatenprozessierung mit GDAL", um 13:00 eröffnet Roland Hachmann von der Universität Hannover die Vorträge. Deren Themen sind breit gefasst: Von Cloud Computing in der Geodatenverarbeitung über zu ECMAScript 5, Openlayers, Mapbender, Mapfish, Grass GIS und vielen anderen Projekten deckt die Messe wohl die komplette Bandbreite der aktuellsten Technologien ab.

Katastrophal

Besonderes Interesse dürften die vielen Anwendungsbeispiele für Openstreetmap wecken, das sowohl in der Katastrophenhilfe (zum Beispiel in Chile und Haiti, Linux Magazin Online berichtete) als auch in der öffentlichen Verwaltung (Kanton Solothurn), aber auch in vergleichsweise exotischen Bereichen wie der Gastronomieförderung und an zahlreichen Universitäten zum Einsatz kommt. Auch die statistische Auswertung der Openstreetmap-Daten (ein Vortrag von Rainer Feldmann am Freitag) verspricht interessante Einblicke in die mittlerweile auf stattliche 250 GByte angewachsene Datenmenge.

Träger der Veranstaltung sind der Verein zur Förderung Freier (und) Open Source Software (für) Geoinformationssysteme e.V. (FOSSGIS), der unter anderem aus dem bekannten GRASS-GIS-Anwenderverein GAV hervorging. Seit Ende 2008 kümmert sich der FOSSGIS auch um die deutsche Webseite der Openstreetmap Community und steht als deren Ansprechpartner und Sprachrohr zur Verfügung. Darüber hinaus vertritt er unter der Leitung seines Vorstands Georg Lösel auch die deutsche Abteilung der Open Source Geospatial Foundation OsGEO.

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Ausgabe 06/2014

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