Open Source im professionellen Einsatz

Ffmpeg 3.0 ist da

16.02.2016

Ffmpeg 3.0 unterstützt CENC-Verschlüsselung, Hardwarebeschleunigung per VA-API und erweitert sein Repertoire um diverse Filter und Decoder.

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Die neue Version 3.0 von Ffmpeg ist da. Sie meistert unter anderem das Enkodieren und Dekodieren verschlüsselter MP4-Dateien nach dem Common Encryption Scheme (CENC). Für Googles VP9-Codec ermöglicht das Multimedia-Framework in der neuen Version Hardwarebeschleunigung über das Video Acceleration API (VA-API).

Daneben wartet Ffmpeg 3.0 mit zahlreichen neuen Videofiltern auf, darunter einen zur Texterkennung ("ocr"), zum Time-Stretching ("rubberband") oder zum Umgang mit Stereosignalen ("stereotools", "stereowiden"). In der Dokumentation lassen sich Einzelheiten zu den neuen Filtern nachlesen.

Auch einige neue Decoder hat Ffmpeg an Bord ("Cineform HD", "Screenpresso SPV1", "ADPCM PSX", "SDX2 DPCM", "XMA1 & XMA2"), zudem haben die Entwickler am Support für Ffplay gearbeitet, der Player-Komponente im Framework. Sie bringt eine dynamische Lautstärkekontrolle mit, wechselt per Doppelklick mit dem linken Mausbutton in den Vollbildmodus und springt per Rechtsklick weiter im Film.

Eine vollständige Liste der Änderungen, die Muxer, Decoder und Filter im Detail aufführt, liefert das zugehörige Github-Repository.

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