Eric S. Raymond hat bestätigt: Auch Emacs wendet sich von GNU Bazaar ab und will seine Entwicklung in Zukunft wohl mit dem Sourcecodemanager Git abwickeln.
GNU Bazaar, das verteilte Versionskontrollsystem, das dereinst Canonical ins Leben rief, verliert einen weiteren prominenten “Kunden”. Nach zahlreichen anderen Softwareprojekten ist jetzt auch der allumfassende Editor Emacs bereit, auf Git umzuziehen. Das gab Eric S. Raymond, Chefentwickler und Open-Source-Ikone bereits Mitte August auf der Mailingliste des Projektes bekannt. Er warte nur mehr auf den Startschuss.
Nachdem sich seit Januar nichts oder nur wenig getan habe, fragte der Entwickler Paul Michael Reilly nach dem aktuellen Stand und erhielt von ESR persönlich folgende Auskunft: Still sei es, weil alle Arbeit bereits getan ist. Er brauche nur acht Stunden Vorlauf, dann könne er den Startschuss für die Umstellung geben – wenn denn jeder Beteiligte all seine Bazaar-Revisionsnummern anständig entfernt habe. Acht Stunden, weil die Revision so lange dauere – Emacs ist eben ein sehr, sehr großes Repository. Auf Git gebe es bereits die Kopie des Transition-Rezepts (git://gitorious.org/emacs-transition/emacs-transition.git), so dass jeder Interessierte ohne Weiteres probieren könne.




