Open Source im professionellen Einsatz
Alle Gewinner und Laudatoren des Linux New Media Awards 2013 auf einen Blick.

Alle Gewinner und Laudatoren des Linux New Media Awards 2013 auf einen Blick.

Cebit: Linux New Media Awards 2013

11.03.2013

Vom "Hottest Open Source Hardware Device" über das innovativste Open-Source-Projekt bis zur besten Open Source ERP Solution - die Linux New Media Awards zeichnen jedes Jahr herausragende Projekte, Organisationen, Personen und Unternehmen für ihre besonderen Verdienste rund um Linux und Open Source aus. Dieses Mal gewannen unter anderem Cyanogen Mod, Libre/Open Office Impress und Linus Torvalds.

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Mit den Linux New Media Awards wurden dieses Jahr im Open-Source-Forum der CeBIT wieder Projekte, Personen und Unternehmen in sieben verschiedenen Kategorien prämiert. Zuvor hatte eine Fachjury aus mehr als 300 internationalen Open-Source-Experten ihr Votum abgegeben, einen Preis bestimmten die Leser des Linux-Magazins.

Als erster Gewinner des Abends wurde in der Kategorie ”Best Open Source Mobile Application Development Framework” Googles Android SDK ausgezeichnet. In seiner Rede lobte Marcel Hilzinger, Chefredakteur des Android User Magazins, die universellen Einsatzmöglichkeiten des Development Kits, das auch für normale Anwender viele nützliche Features bieten.

John "Maddog" Hall (hier am Stand des Linux-Magazins mit Linux-Urgestein Ari Lemmke) präsentiert den Raspberry Pi.)
Jon “maddog” Hall hielt danach die Laudatio auf die heißeste Open Source Hardware für jedermann, den Raspberry Pi. Dieser bietet jedem Interessierten “zum Preis eines guten Mittagessens” die Chance, mit der Entwicklung von Linux-Programmen zu beginnen. Der Preis wurde von Pete Lomas, einem der Gründer der Raspberry Pi Foundation entgegengenommen.

Das "Executive Model" (so Maddog über das Holzgehäuse) des Raspberry Pi.
Big Data: Mit knappem Vorsprung konnte das Java Framework Apache Hadoop sich den Award als innovativstes OpenSource Projekt noch vor Android sichern. Uwe Meyer-Gundelach von IBM, gleichzeitig Vorstand der Open Source Business Alliance, lobte die skalierbare und auf verteilten System einsetzbare Software, mit deren Hilfe sich intensive Rechenprozesse mit großen Datenmengen auf Computerclustern durchführen lassen.

Klaus Knopper, Erfinder der Live-Distribution Knoppix, präsentierte die Kategorie “Best Open Source Mobile App for Inclusion and Accessibility”. Hier punktete das Projekt CyanogenMod mit weitem Vorsprung vor eSpeak und Wheelmap. Stellvertretend für alle am Projekt Beteiligten nahm der Entwickler Sven Dawitz die Auszeichnung entgegen.

Laudator für Cyanogen Mod: Klaus Knopper.
Der Geschäftsführer der Univention GmbH und Chairman der OSBA Peter Ganten stellte in seiner Laudatio fest, dass auch in der Kategorie der Enterprise Ressource Planning Tools (ERP) Open Source längst mehr als auf Augenhöhe mit kommerzieller Software ist, was sich an der Wahl des Open-ERP-Projekts (vormals Tiny ERP) zur “Best Open Source ERP Solution compatible with European Accounting Systems” wiederspiegelt. Vertreten wurde Open ERP von Sandro Botta (Vertriebsleiter EMEA).

Die Wahl der Leser fiel auf Open/Libre Office Impress. Im Bild Florian Effenberger und Linux-Magazin-Chefredakteur Jan Kleinert.

Die Herzen der Leser gewann das freie Programm Impress von LibreOffice: Es erhielt den Preis für die beste Präsentationssoftware. überreicht von Jan Kleinert. In seiner Vorrede hob der Chefredakteur des Linux-Magazins hervor, dass ein gutes Präsentationsprogramm entscheidend für eine gelungene Präsentation ist, allerdings keine fehlenden Inhalte ersetzen oder überlange Vorträge kompensieren kann. Den Preis nahm Florian Effenberger von der Document Foundation entgegen und widmete ihn allen Mitwirkenden der Community.

"Lifetime-Achievement" - dieser Award ging an Linus Torvalds. John Maddog Hall wird ihn überbringen.

Zu guter Letzt wurde Linus Torvalds von Holger Dyroff von der OwnCloud GmbH in der  Kategorie “Outstanding Contribution / Lifetime Achievement to Open Source / Linux / Free Software” für sein Lebenswerk als der Mann hinter Linux ausgezeichnet. Den Award nahm Jon “maddog” Hall als enger Wegbegleiter Torvalds stellvertrend entgegen. Hall betonte die Bescheidenheit Torvalds und widmete den Award in dessen Namen der weltweiten Linux-Community.

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