Bei Caine handelt es sich um eine Ubuntu-12.04-basierte Distribution italienischen Ursprungs, die es erlaubt, Daten zu retten und Systeme auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Version 5.0 trägt den Codenamen “Blackhole” und kommt als Live-DVD für 64-Bit-Systeme daher.
Als Neuerungen preisen die Macher um Projektmanager Nanni Bassetti in ihrer Ankündigung unter anderem die Fähigkeit, auf Systemen mit UEFI und Secure Boot zu booten, natürlich auch, wenn die Distribution auf einem USB-Stick residiert. Neu an Bord ist der Kernel 3.8.0-35, als Installer haben sich die Entwickler für Systemback entschieden. Das ist eigentlich eher ein Backup- und Restore-Tool, installiert im Nebenjob aber offenbar auch Systeme.
Ebenfalls mit von der Partie ist RB-Fstab (Rebuild Fstab), das beim Booten oder Anstecken von Festplatten Read-only-Einträge in der Fstab erzeugt. So lassen sich diese forensisch untersuchen. Ist RB-Fstab aktiviert, bindet auch das grafische Tool Mounter Festplatten nur im Read-only-Modus ein. Hintergrund: Der Dateimanager Caja mountet keine Festplatten, wenn RB-Fstab aktiv ist. Letzteres lässt sich über den Befehl “rbfstab -r” deaktivieren.
Nicht zuletzt bringt Caja einige Live-Vorschau-Skripte mit, die sich über das Kontextmenü aufrufen lassen und Details über bestimmte Dateien verraten. Sie machen angeschlossene Laufwerke beschreibbar, identifizieren iPod-User und lesen Metadaten aus. Wer eine Testrunde mit Caine drehen möchte, findet das ISO auf der Download-Seite.




