Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  Heft & Abo  »  Heftarchiv  »  2009  »  08  »  Werkzeuge fürs Image  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Virtuelle Disk dank NBD

Mit Kvm-nbd aus dem KVM-Paket ist es möglich, über das NBD-Protokoll direkt auf den Inhalt von Qemu-Images jeder Couleur zuzugreifen. Damit das Linux-System aber dieses Protokoll nutzen kann, ist zuerst das entsprechende Kernelmodul zu laden. Der Parameter »max_part« ist hier notwendig, um auch Partitionen innerhalb der Devices oder Images zu unterstützen:

modprobe nbd max_part=8

Die Verbindung zu dem Image stellt jetzt das folgende Kommando her:

kvm-nbd --connect=/dev/nbd0 Festplatte.img

Das Image ist nun unter »/dev/nbd0« wie eine Festplatte ansprechbar. So zeigt beispielsweise Fdisk die Partitionsstruktur an und mit Mount bindet der Admin diese einfach in das System ein:

mount /dev/nbd0p1 /media/suspect/ -o ro

Der Parameter »-o ro« sorgt dafür, dass Mount das Image schreibgeschützt einbindet. Jetzt lässt sich der Inhalt mit den üblichen Mitteln untersuchen, bevor

kvm-nbd -d /dev/nbd0

die Verbindung wieder löst, wenn der Admin »umount« nicht vergessen hat.

NBD zu Qcow

Da sich NBDs wie lokale Festplatten verhalten, liegt es manchmal nahe, diesen Weg zu nutzen, um ein Qemu-Image zu erstellen. Im ersten Schritt ermittelt der Admin mit »fdisk -l Festplatte« die Größe der zu untersuchenden Disk. Dann braucht er eine Qemu-Imagedatei in der entsprechenden Größe, auch dabei hilft Qemu-img. Als Parameter erwartet das Programm das Imageformat, einen Dateinamen sowie die Größe in Kilobytes. Da Fdisk die Größe in Bytes ausgibt, überlässt es der Admin der Shell, den richtigen Wert noch auszurechnen:

forensic@TuxBox: qemu-img create -f qcow2 newImage.img $[1024966656 / 1024] 
Formatting 'NewImage.img', fmt=qcow2, size=1000944 kB 

Jetzt soll KVM die NBD-Verbindung zum soeben erzeugten Image aufnehmen:

kvm-nbd connect=/dev/nbd0 newImage.img

Und schon lassen sich die Daten bequem mit »dcfldd if=/dev/sda of=/dev/nbd0« von der zu untersuchenden Festplatte in das Image kopieren.

Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Tooltipps Werkzeuge im Kurztest
Der Wald vor lauter Bäumen Logfile-Betrachter für Desktop und Shell
Interner Informationsdienst Jasper und Palo: Open Source Business Intelligence Tools
Vorfahrtsregler Neues beim Traffic Shaping
Projekteküche Neues aus der Welt der freien Software und ihrer Macher
Am offenen Herzen Beweise sammeln, während der Angreifer noch aktiv ist
Whitepaper
The Role of Open Source in Data Integration

Obwohl in den letzten Jahren viele technische Fortschritte erzielt werden konnten, verfügen die meisten Datenintegrationsprozesse nach wie vor nur über eine sehr begrenzte Automatisierung. Das vorliegende White Paper von dem Industry Analyst Mark Madson wird zunächst ein grundlegendes Verständnis von Daten Integration vermitteln, die Vorzüge von Open Source Lösungen für Daten Integration erläutern und Ihnen professionelle Empfehlungen geben, damit Sie Ihre Integrationsjobs noch einfacher und produktiver gestalten können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)

Der zweite Teil des Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele White Papers beleuchtet anhand weiterer ausgewählter Case Studies die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)