Aus Linux-Magazin 09/2008

Auf den Punkt gebracht

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an [redaktion@linux-magazin.de]. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Sie veröffentlicht alle Beiträge mit Namen, sofern der Autor nicht ausdrücklich Anonymität wünscht.

Kommentar eines Scribus-Entwicklers

07/08, S. 62 und 08/08, S. 68: Mit Interesse habe ich die Artikel gelesen, die sich mit Scribus beschäftigen. 1.3.5 wird allerdings nicht die nächste stabile Version der Anwendung sein. Es folgen vermutlich mindestens noch 1.3.6 und 1.3.7, bevor wir eine Version dann als stabile Release 1.4 veröffentlichen.

Für uns Entwickler ist diese Verzögerung mehr als ärgerlich, aber die Portierung auf QT 4 war (und ist noch) etwas schwieriger als erwartet. Darüber hinaus haben wir im Zuge der Portierung wesentliche Teile des Code neu geschrieben, worauf unter anderem die derzeit lausige Performance zurückzuführen ist.

Dass sich Objekte aus der Bibliothek heraus nicht exakt auf der Seite platzieren lassen, ist nicht richtig: Ein Klick mit der rechten Maustaste auf ein Objekt in der Bibliothek öffnet ein Kontextmenü, in dem es unter anderem den Menüpunkt »Auf Seite einfügen« gibt.

Ihre Aussage, eine “Verzögerung von nur einer Sekunde” sei “nicht mehr akzeptabel”, habe ich mit einigem Erstaunen gelesen. Wenn das stimmte, wären auch Xpress und Indesign nicht akzeptabel, es sei denn, man rüstet seinen Designer-PC zum Spiele-PC auf. Das ist aber wohl nirgends der Fall.

Ihre Kritik an der Eigenschaftenpalette ist berechtigt, sie ist im Entwicklerteam bereits mit harscheren Worten aufs Korn genommen worden, als Sie sie verwendet haben. Auch hier ist Abhilfe in Sicht, es gibt bereits funktionierenden Code, der es erlaubt, einzelne Reiter “abzureißen” und sie unabhängig von der Eigenschaftenpalette geöffnet zu lassen.

Sie vergleichen allerdings Äpfel mit Birnen, nämlich ein Vektorzeichenprogrammen und Scribus: Wenn Inkscape diagonale Hilfslinien bietet, ist das schön für Inkscape-Anwender, man wird auch nicht ausschließen können, dass Derartiges irgendwann einmal auch in Scribus zu finden sein wird, hohe Priorität hat das aber nicht. Übrigens bieten weder Xpress noch Indesign diagonale Hilfslinien.

Christoph Schäfer, per E-Mail

Novell-Zertifikate

08/08, S. 88: Ich habe mit großem Interesse den Artikel zu Schulungen gelesen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass der Zertifizierungspfad von Novell nicht aufgelistet ist.

Um Novell Certified Linux Administrator (NCLA 10) zu werden, muss man eine Multiple-Choice-Prüfung ablegen. Um Professional (NCLP 10) zu werden, ist eine Buchung bei einem Trainingspartner notwendig. Bei der Prüfung sind konkrete Aufgaben auf zwei Servern zu lösen.

Christian Mies, per E-Mail

Vielen Dank für den Hinweis. Übrigens können Absolventen des NCLP ihre Urkundensammlung nach dem Ablegen eines zusätzlichen praktischen Examens um den Titel des Novell Certified Linux Engineer (NCLE) ergänzen. (mg)

Druckersoftware

08/08, S. 44: Sehr gut hat mir die Titelthema-Strecke “Gute Hardware, schlechte Hardware” gefallen. Sie enthielt viele nützliche Hinweise zum Einkauf Linux-tauglicher Hardware. Merkwürdig fand ich allerdings, dass Sie im Drucker-Bereich gar nicht auf die zwar kommerzielle, aber doch preisgünstige Lösung Turboprint [http://www.zedonet.com/index.php?de_p_turboprint] eingegangen sind. Ich setze bei den entsprechenden Geräten diese Treiber seit Jahren ein und bin extrem zufrieden, da auch Sonderfunktionen wie beispielsweise CD-Druck oder randloser Druck out of the Box funktionieren.

Florian Rustedt, per E-Mail

Prüfungssimulator

08/08, S. 96: Vielen Dank, dass Sie in der Rubrik “Tux liest” über das LPIC-1-Buch von Galileopress berichtet haben, für das ich den beigelegten Prüfungssimulator programmiert habe.

In Ihrem Bericht erwähnen Sie, dass der Prüfungssimulator nicht auf dem aktuellen Ubuntu 8.04 laufe. Bei dem Bug, den Sie entdeckt haben, handelt es sich tatsächlich um einen kleinen Programmierfehler – ein Indexproblem bei der letzten Frage, was allerdings behebbar sein sollte. Ich werde mich um Abhilfe bemühen. Die Software ist übrigens offen für jederlei Anpassungen, denn sie steht unter der GPL und ist unter [http://fisi-itse.de] zu finden.

André Herrmann, per E-Mail.

Errata

In den Link zur BSD Certification Group im Beitrag “Aufs richtige Pferd setzen” in Ausgabe 08/08 auf Seite 90 hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der richtige Link lautet [http://www.bsdcertification.org].

In Ausgabe 08/08, S. 97 fehlt in Abbildung 1 ein Bildnachweis, der Marko Jung als den Fotografen angibt. Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen.

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