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Migration

Virtuelle Maschinen von einer physikalischen Maschine auf eine andere zu migrieren ist eine sehr nützliche Möglichkeit von Xen. Dadurch ist es etwa möglich, geplante Hardwarepflege zu betreiben, oder auch einfach einen überlasteten Server zu entlasten und einen bestimmten Service auf eine neue Maschine zu verlagern. Andere Nutzungsmöglichkeiten sind Test- und Entwicklungsumgebungen, Netzwerk- und Cluster-Simulation oder aus Sicherheitsgründen separierte Ausführungsumgebungen.

Die virtuelle Maschine muss vor und nach der Migration auf ihr Dateisystem zugreifen können. Wenn die Maschine nicht in einer RAM-Disk lebt, braucht sie dafür ein Netzwerkdateisystem oder einen Netzwerkspeicher. Als Netzwerkdateisystem kommt NFS in Frage. Im Serverbereich wird häufig ein Netzwerkspeicher über Fibre-Channel zur Verfügung stehen. Günstigere Alternative sind iSCSI oder auch ENBD.

Fazit

Xen 3 bringt vielfältige Möglichkeiten für die Virtualisierung, die bislang nur Mainframes vorbehalten waren, auf den PC. Noch erfordert die Installation bei den meisten Distributionen etwas Handarbeit. Sobald die Integration aber noch weiter fortschreitet, ist zu erwarten, dass sich die Virtualisierung aufgrund der überzeugenden Einsatzmöglichkeiten und zahlreichen Vorteile auf breiter Front durchsetzt. (jcb)

Infos

[1] Xen: [http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen/]

[2] Xen-Performance im Vergleich: [http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen/performance.html]

[3] Neues über Xen im Wiki: [http://wiki.xensource.com/]

[4] Images für Gast-Maschinen; [http://www.suse.de/~garloff/linux/xen/images/]

Der Autor

Kurt Garloff wurde bereits während des Studiums auf Linux aufmerksam. Nachdem ein angeblich unterstützter SCSI-Treiber doch nicht funktionierte, war die Laufbahn zum Kernelentwickler schon vorgezeichnet. Nach Abschluss eines Physikstudiums arbeitete er für die Suse Linux GmbH, schob einen Promotionsaufenthalt in Eindhoven in den Niederlanden ein und leitet heute die Abteilung Suse Labs von Novell. Dort trieb er das Thema Virtualisierung am Anfang selbst voran, heute widmet sich ihm ein größeres Entwicklerteam.

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