Wer Open Office auf Hunderte von PCs zu bringen hat, dem raubt die weitschweifige Installationsroutine den letzten Nerv. Doch ein Master-Archiv und ein intelligentes Startskript lassen das geklonte Büro schon heute Wirklichkeit werden.
Das freie Open Office (und sein proprietäres Pendant Star Office) haben sich zügig zum Quasistandard auf Linux-PCs entwickelt. Die stark am Windows-Marktführer MS Office orientierte Menüführung macht vielen Microsoft-Office-Gewohnten das Umsteigen leicht. Aber für den Administrator eines größeren Netzes wächst sich die Standard-Installationsroutine von Open Office schnell zum Problem aus, da sie offensichtlich für Einplatzsysteme konzipiert ist: Die bei jeder Erstinstallation notwendigen Interaktionen mit dem Programm sind zeitraubend und bei dauernder Wiederholung fehlerträchtig.
Teile der Prozedur wird der Administrator in der Regel als stupide empfinden, wenn er immer die gleichen Vorgaben wie Firmenname und Anschrift einzugeben hat. Hinzu kommt, dass Änderungen, beispielsweise in den Druckereinstellungen, dem Admin einen erheblichen Beratungsaufwand bereiten.
Mit einer Open-Office-Standardinstallation ist der Benutzer außerdem noch nicht im Besitz der speziellen Office-Formatvorlagen, die es in den meisten Firmen und Einrichtungen zu verwenden gilt. Die müsste der Admin in einem Nachschritt entweder ins Office-Verzeichnis kopieren oder den Vorlagenpfad im laufenden Office anpassen.
Konzept und Alternativen
Doch die gezeigten Schwierigkeiten sind dank des Konzepts von Open Office überwindbar, beispielsweise dank der im XML-Format gehaltenen Konfigurationsdateien. Dieser Beitrag bildet einen Leitfaden für Administratoren mit ähnlichen Problemen. Entwickelt und erfolgreich praktisch eingesetzt wird der gezeigte Mechanismus im Netz der Georg-August-Universität Göttingen. Es stellt auf rund 300 Linux-Terminals knapp 8000 Studierenden Open Office bereit.
Das Prinzip ist ebenso elegant wie einfach: Der Administrator fertigt einmal für einen Master-Benutzer eine Basisversion von Open Office an und speichert sie in ein TAR-File. Das stellt er allen Nutzern in einem allgemein zugänglichen Verzeichnis (natürlich schreibgeschützt) zur Verfügung. Startet nun ein Benutzer auf seinem System erstmals Open Office über ein spezielles Startskript, entpackt dieses das TAR-Archiv und nimmt die User-spezifischen Korrekturen an der neuen Office-Version vor. Die reguläre, umständliche Installation wird dabei umgangen.
Alternativ könnte der Admin jedem Nutzer die Master-Konfiguration von vornherein einspielen, sodass hier die Konfiguration beim ersten Aufruf entfällt. Mit Hilfe dieses Skripts lassen sich auch Nutzern spezielle Drucker zuordnen, Menüs abändern oder vom Nutzer vorgenommene Änderungen wieder rückgängig machen.
Hat der User sein Office mal mehr oder minder irreparabel abgeschossen, reicht es, wenn der Pechvogel sein »OpenOffice.org«-Verzeichnis entfernt. Binnen weniger Minuten verpasst ihm das Startskript automatisch eine komplett neue, aber zu seiner Vorversion identische Konfiguration. Das Anpassen der Einstellungen für Drucker, Pfade, Vorlagen durch den Nutzer – oder durch den Administrator – entfällt.
Die Master-Konfiguration erstellen
Den Kern des später verteilten Open Office muss natürlich der Administrator zusammenstellen. Hierfür verwendet er einen (lokalen) Nutzeraccount – am besten von einer nicht existenten Person. Um später Änderungen vornehmen zu können, empfiehlt es sich, diese Nutzerkonfiguration zu erhalten.
Die reguläre Installation von Open Office umfasst auf Mehrbenutzer-Systemen zwei Schritte: Die Netzwerkinstallation durch den Administrator und die daran anschließende Workstation-Installation durch den Anwender. Zuerst absolviert der Admin die Netzwerkinstallation anhand der konkreten Gegebenheiten vor Ort. Danach startet er die Nutzerinstallation durch Aufruf des Skripts, beispielsweise »/opt/OpenOffice.org1.0.1/setup«. Die genaue Lokalisierung dieser Datei entscheidet sich bei der Installation der Netzwerkinstallation.
Nach den Dialogfeldern »Installationsprogramme für OpenOffice.org«, »wichtige Informationen« und »Software Lizenzabkommen« erscheint ein Feld für die Benutzerdaten. Hier empfiehlt es sich, mit Ausnahme des Feldes »Land« nichts auszufüllen. Weiterhin sollte der Eintrag »Kürzel« gelöscht werden, denn Open Office setzt hier die User-ID selbstständig ein.
Der Schritt »Workstation Installation« wählt den Installationspfad. Den vorgeschlagenen in der Art »/home/users /User-ID/OpenOffice.org 1.0.1«) holt das Installationsprogramm aus den Nutzerdaten, er kann sofort übernommen werden. Dann fragt es eine Java- oder Javascript-Unterstützung ab – sofern sie systemweit vorhanden ist. Die Installation der Basis ist damit vollendet.
Das Einrichten der Masterversion geschieht am einfachsten dadurch, dass der Admin die Einstellungen direkt im laufenden Office vornimmt. Unter »Extras | Optionen« ändert er so sinnvollerweise die Default-Pfade, beispielsweise für Grafiken, denn ein frisches Open Office sucht hier nach »/opt/OpenOffice .org1.0.1/share/gallery/« und nicht im Homeverzeichnis des Nutzers, was aber wünschenswert ist.
Drucker für den Master installieren
Den Abschluss bildet die Konfiguration der Drucker über das Tool Spadmin. Es startet mit »Openoffice.org1.0.1/spadmin« aus dem Homeverzeichnis. Ist CUPS installiert, stellt es Open Office seine Drucker automatisch zur Verfügung – leider jedoch mit Problemen: Eine Konfiguration, die der Nutzer an einem CUPS-Drucker vornimmt, wird nicht dauerhaft gespeichert.
Werden also CUPS-Drucker individuell angepasst, hat dies nur für das aktuelle Dokument Bestand und muss für jedes andere wiederholt werden, ebenso nach dem Schließen und erneuten Öffnen des Dokuments. Gerade beim Import von Textdokumenten erweist es sich zum Beispiel oft als notwendig, in den Einstellungen des Druckers den Postscript-Level von »laut Treiber« auf den festen Wert »1« zu setzen (siehe Abbildung 1). Das gilt jedoch nur für das aktuell geöffnete Dokument. Es erfordert schon einen beachtlichen Beratungsaufwand, solche Einstellungen den Nutzern zu vermitteln.

Abbildung 1: Oft ist es notwendig, in den Druckereinstellungen den Postscript-Level vom Wert »laut Treiber« umzusetzen, was aber leider nicht global wirkt.
Mit Spadmin lassen sich nur lokale Drucker verwalten, andere, von CUPS betreute Drucker sind dort nicht zu finden. Diese Geräte zeigen alle Open-Office-Programme unter der »Datei | Drucken« in Spitzklammern (< >) an.
Mit der hier beschriebenen Konfiguration ist es jedoch möglich, die Drucker halbwegs zentral mit Open Office zu verwalten. Dazu stellt der Administrator alle CUPS-Drucker im System zusätzlich lokal zur Verfügung, um so die Druckereinstellungen in Office (über das Menü »Datei | Druckereinstellung«) direkt änderbar zu gestalten. In der Folge listet Open Office die Drucker zwar zweifach, das ist aber für den Vorteil der Konfigurierbarkeit hinnehmbar.
Zudem benutzen die lokalen Drucker die gleichen Warteschlangen wie die CUPS-gesteuerten, was den Vorteil der zentralen Warteschlangenverwaltung erhält. Alle im Master-Account konfigurierten Druckerparameter speichert Open Office im Verzeichnis des Nutzers. Für die Verteilung im Netz kann der Admin die Datei nachher anpassen.
Die Dateien für das TAR-Archiv
Nun ist es an der Zeit, das TAR-Archiv zu bauen. Dazu archiviert man folgende Dateien aus dem Homeverzeichnis des Master-Accounts: ».sversionrc«, ».user60 .rdb« sowie das komplette Verzeichnis »OpenOffice.org1.0.1«. In diesem Verzeichnis befindet sich noch die Datei »setup.log«, die nur die ausgeführten Setup-Vorgänge enthält; sie kann vor dem TAR gelöscht werden. Das Master-TAR-Archiv stellt der Admin dann auf einem Fileserver allgemein zugänglich zur Verfügung, beispielsweise in einem Verzeichnis »/etc/skel.allwm«.
Das Startskript
Das Startskript (siehe Listing 1) kann der Admin beispielsweise unter »/usr /local/bin« stellen, das ja im Suchpfad jedes Nutzers ist. Konkurrierende Startskripte wie das mit der Linux-Version von Open Office gelieferte sind zu entfernen. Ebenso sollte der Admin dafür Sorge tragen, dass – je nach Windowmanager – die Pfadangaben in den Startmenüs korrigiert werden, damit der User nicht etwa versehentlich die originale Installationsprozedur aufruft.<@99 L_Dreieck (E)>E
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Listing 1: Das |
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01 #!/bin/bash 02 # Skript zum angepassten Starten von OpenOffice.org 1.0.1 03 # in einem Mehrbenutzersystem. 04 # 05 # Ins Homeverzeichnis des Benutzers wechseln 06 cd 07 08 # Pruefen, ob bereits eine Anpassung der Installation des Benutzers 09 # erfolgt ist 10 # 11 if !(test -f ~/.installation) 12 13 # Die Grundinstallation aus /etc/skel.allwm in das Userverzeichnis 14 # kopieren, dann eine eventuell vorhandene ".sversionrc", ".user60.rdb" 15 # und das "OpenOffice.org1.0.1"-Verzeichnis entfernen. Danach die Grund- 16 # installation entpacken und das .tgz löschen. 17 # 18 cp /etc/skel.allwm/ooffice101.tgz . 19 20 rm -rf OpenOffice.org1.0 21 rm .sversionrc 22 rm .user60.rdb 23 rm -rf OpenOffice.org1.0.1 24 25 tar xzf ooffice101.tgz 2>/dev/null 26 rm -f ooffice101.tgz 27 28 # Die Daten aus der Grundinstallation so anpassen, das sie auf den 29 # Benutzer zugeschnitten sind. Dabei werden in den einzelnen 30 # Konfigurationsdateien die Daten des Testnutzers durch die Daten 31 # des aktuellen Nutzers ersetzt. 32 cat .sversionrc | sed "s+/home2/test60+/home/users/$USER+g" 33 > .sversionrc2 34 mv .sversionrc2 .sversionrc 35 36 cd 37 OpenOffice.org1.0.1/user/config/registry/instance/org/openoffice/Office/ 38 39 cat Common.xml | sed "s+/home2/test60+/home/users/$USER+g" 40 > Common2.xml 41 mv Common2.xml Common.xml 42 43 cd ../ 44 45 cat Setup.xml | sed "s+/home2/test60+/home/users/$USER+g" 46 > Setup2.xml 47 mv -f Setup2.xml Setup.xml 48 49 cat UserProfile.xml | sed "s+test60++g" > UserProfile2.xml 50 mv UserProfile2.xml UserProfile.xml 51 52 cd 53 cd OpenOffice.org1.0.1/ 54 55 cat instdb.ins | sed "s+/home2/test60+/home/users/$USER+g" 56 > instdb2.ins 57 mv instdb2.ins instdb.ins 58 59 cat user/psprint/pspfontcache | sed 60 "s+/home2/test60+/home/users/$USER+g" 61 > user/psprint/pspfontcache2 62 mv user/psprint/pspfontcache2 user/psprint/pspfontcache 63 64 cd 65 fi 66 67 echo $1 68 /opt/ooffice101/program/soffice $1 & |
Im Startskript ist die Schleife zur Überprüfung auf vorhandene Office-Version essenziell, da sonst bei jedem Aufruf die Installation neu durchgeführt würde. Außerdem überprüft die Schleife den Installationsstand, um gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.
Nachdem sich das TAR-Archiv im Heimatverzeichnis des Nutzers entpackt hat, passt das Skript noch folgende Dateien dahin gehend an, dass es die Pfade des Master-Nutzers durch die des tatsächlichen Nutzers ersetzt:
~/OpenOffice.org1.0.1/user/config/registry /instance/org/openoffice/Office/Common.xml ~/OpenOffice.org1.0.1/user/config/registry /instance/org/openoffice/Setup.xml ~/OpenOffice.org1.0.1/user/config/registry /instance/org/openoffice/UserProfile.xml ~/OpenOffice.org1.0.1/instdb.ins ~/.sversionrc
Geschafft – nun besitzt der Nutzer (genauer: alle Nutzer) lokal eine lauffähige vorkonfigurierte Office-Suite. Im Drang nach Perfektion wird sich der Admin nun mit Verbesserungen, Updates und Tuning befassen. Dazu hier ein paar Anregungen.
Update des Systems und Lokalisierungen
Jedes Update auf eine neue Version ist problemlos, da sich durch Änderungen des Installationsskripts die älteren Versionen sehr leicht entfernen lassen: Auf dem Master-Account erzeugt der Office-Administrator dazu eine neue Workstation-Version und konstruiert auf die gelernte Weise ein neues Archiv. Dann entfernt er aus der Datei ».sversionrc« alle alten Einträge – fertig! Das Skript sorgt für das Entfernen der alten Version bei den Nutzern.
Genauso einfach lassen sich mehrere Office-Installationen parallel nebeneinander betreiben: Wie bei herkömmlichen Versionen müssen in der ».sversionrc« nur die einzelnen Pfade zu den verschiedenen Versionen eingesetzt werden. Listing 2 zeigt ein Beispiel.
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Listing 2: |
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01 [Versions] 02 OpenOffice.org 1.0.1=file:///home/OO-Master/ OpenOffice.org1.0.1 |
Ist die Nutzerschaft multinational, ist es sinnvoll, neben der deutschsprachigen Standardversion auch Versionen mit englischer, französischer oder anderer Lokalisierung anzubieten. Das ist kein Problem, wenn die Netzwerkinstallation jeder Lokalisierung vorhanden ist. Es besteht dann parallel zu jeder Lokalisierung ein Verzeichnis, beispielsweise unter »/opt«.
Für jede der Versionen entsteht ein eigenes TAR-File, in Abänderung des Installationsskripts wird der Nutzer gefragt, welche der Lokalisierungen er bevorzugt. Ab dem nächsten Start des Programms steuert eine Lokalisierungsvariable, ob eine andere als die Standardversion zu starten ist. Alternativ ließe sich das aber auch durch separate Aufrufe (»soffice-de«, »soffice-en« und so weiter) bewerkstelligen.
Drucker individuell konfigurieren
Die Datei »psprint.conf« im Verzeichnis »~/OpenOffice.org1.0.1/user/psprint/« enthält alle Nicht-CUPS-Drucker. Auch sie eignet sich dazu, per Skript verwaltet zu werden. Den Standarddrucker kennzeichnet, dass der Wert für »DefaultPrinter« auf »1« gesetzt ist.
So ist es möglich, jedem Nutzer einen spezifischen Standarddrucker zuzuweisen. Am einfachsten erledigt das ein Skript, das die Gruppe des Nutzers abfragt und entscheidet, wie die »psprint .conf« aussehen soll. Listing 3 zeigt einige Zeilen aus der »psprint.conf« mit einem Drucker, der nicht als Standard definiert ist. Die einzelnen Einträge sind selbsterklärend. Sollte die Datei fehlen, reicht das Hineinkopieren.
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Listing 3: |
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01 [HP LaserJet 5Si] 02 Printer=HPLJ5SI1/HP LaserJet 5Si 03 DefaultPrinter=0 04 Location= 05 Comment= 06 Command=lpr -PLaserjet 07 Features= 08 Copies=1 09 Scale=0 10 Orientation=Portrait 11 PSLevel=0 12 ColorDevice=0 13 ColorDepth=24 14 MarginAdjust=0,0,0,0 15 PPD_PageSize=A4 16 PerformFontSubstitution=true 17 SubstFont_Arial=Helvetica 18 SubstFont_Times New Roman=Times 19 SubstFont_Cumberland=Courier 20 SubstFont_Timmons=Times 21 SubstFont_Helmet=Helvetica 22 SubstFont_Thorndale=Times 23 SubstFont_Albany=Helvetica 24 SubstFont_Courier New=Courier |
Andere Konfigurationen und Registrierung unterdrücken
Einzelne Konfigurationen kann man ändern, ohne das Office-Verzeichnis löschen und neu einspielen zu müssen, und zwar dank XML. Die »UserProfile .xml« beispielsweise enthält die Daten, die als Vorlage für Briefe und so weiter dienen. Eine Master-Konfiguration (entweder direkt nach dem Start oder später über das Menü »Extras und Optionen« mit den notwendigen Daten versehen) zeigt, wie welche Werte belegt sind. Der Admin modifiziert sie dann mittels Skript nach Belieben.
Beim zweiten Start fragt Open Office in der Standardversion nach einer Registrierung. Das lässt sich für die angepasste Version dadurch vermeiden, dass man die Master-Konfiguration ein zweites Mal startet, bevor das TAR-Archiv erstellt wird. Dann setzt man »nie registrieren«. Alternativ kann der Wert für die Registration in der Datei »~/OpenOffice .org1.0.1/user/config/registry/instance/ org/openoffice/Office/Common.xml« auf »0« gesetzt werden. Dieselbe Datei speichert auch die für den Nutzer geltenden Pfade, zum Beispiel die für Vorlagen. Auch hier kann der Admin individuell anpassen.
Menü-Einträge und Grundeinstellungen anpassen
Manche Fälle machen es erforderlich, die Menü-Einträge von Open Office anzupassen. Was der Nutzer unter »Extras | Anpassen« einstellt, wird in das neu erstellte Verzeichnis »~/OpenOffice .org1.0.1/user/config/soffice.cfg/« gespeichert. Dabei schreibt jede Office-Anwendung (Writer, Calc und so weiter) eine eigene Datei: »writermenubar.xml« ist beispielsweise die Datei für die Textverarbeitung. Nach erfolgter Änderung kann man auch dieses Verzeichnis komplett kopieren.
Sobald Grundeinstellungen in dem Menü »Extras | Optionen« verändert werden, zum Beispiel die Standardschriftart, schreiben sich diese ins Verzeichnis »~/ OpenOffice.org1.0.1/user/config/registry /instance/org/openoffice/Office/« als einzelne Datei je Applikation. Auch diese Dateien lassen sich einfach in jedes Nutzerverzeichnis kopieren.
Für den Zusammensteller der Office-Umgebungen empfiehlt es sich, sowohl vom Anfang der Konfiguration an als auch bei späteren Verbesserungen in einer Datei Protokoll zu führen. Er kann dann mittels Skript stets den aktuellen Stand überprüfen. Ein günstiger Ort für eine entsprechende Logdatei ist das Homeverzeichnis des Nutzers, was deren Existenz auch nach dem Entfernen des Office-Verzeichnisses im Zuge einer Neukonfiguration sicherstellt.
Zusammenfassung: Flexibel und auf Dauer einfach
Das gezeigte Vorgehen – archivieren einer Master-Konfiguration und das Steuern über ein angepasstes Startskript – erweist sich als hinreichend flexibel, um Open Office den unterschiedlichen Bedürfnissen in einer größeren Nutzergruppe anzupassen. Das Skript fragt einerseits den aktuellen Stand der Konfiguration ab und stellt andererseits sicher, dass nicht bei jedem Aufruf von Open Office eine schon vorhandene Version gelöscht wird.
Je nach den Anforderungen kann das Skript allerdings recht umfangreich werden. Grundsätzlich ist das Skript sinnvoll, wenn für mehrere Nutzer einheitliche Änderungen vorzunehmen sind. Dabei lassen sich spezielle Wünsche der Benutzer über die Abfrage einer Gruppenzugehörigkeit berücksichtigen, um beispielsweise einen bestimmten Drucker als Standard zuzuordnen oder andere aus der Konfiguration zu entfernen. Das vereinfacht die Administration und vermeidet auch Fehlkonfigurationen durch falsch verstandene Nutzereingriffe beim Office-Setup. (jk)
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Thomas Dirks arbeitet an der Universität Göttingen für den studentischen Internetzugang und beschäftigt sich auch privat seit Jahren mit Linux-Software, die proprietären Produkten ähnlich ist. In Göttingen wird damit versucht, den Studenten die Umstellung vom gewohnten Desktop zu erleichtern. |





