Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 12/2013
Foto: Markus Feilner

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Lego Mindstorms setzt auf Linux – bisher nur intern

Linux-Lego

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bringt Lego die neue Generation EV3 des Roboterbausatzes Mindstorms auf den Markt. Das neue System ist wesentlich leistungsfähiger als seine Vorgänger, zudem läuft die Kontrolleinheit auf Linux. Doch im Zusammenspiel mit Linux-PCs offenbart der Baustein Schwächen.

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Wer vor Glück weint, dessen erste Träne quillt angeblich aus dem linken Auge, und wer aus Gram losschluchzt, dem schlüpft der erste Tropfen aus dem rechten. Aus beiden Augen zugleich flennen seit Generationen all die Kleinkinder los, die barfuß auf einen Legostein getreten sind. Aller Fehltritte zum Trotz begeistern die bunten dänischen Plastikbausteine seit Jahrzehnten Väter und Kinder, und seit dem Lego-Produkt Mindstorms rinnt aus dem linken Auge manches Linux-Nerds die eine oder andere Freudenträne.

EV3: Zwei Versionen

Die neueste Generation der Mindstorms liefert Lego in zwei Editionen aus: eine normale und eine Education-Version für Schulen samt Ergänzungssatz mit mehr Bauteilen für größere Modelle. Der normale Baukasten, den das Linux-Magazin in diesem Test benutzt, besteht neben dem programmierbaren Baustein (Brick) mit Akku aus weit über 500 Lego-Technik-Bauteilen, zwei großen und einem kleinen Motor sowie Sensoren, die Abstände per Infrarot messen, Druck fühlen und Farben erkennen.

Enthalten ist außerdem auch eine gedruckte Bauanleitung für einen der fünf Standardroboter, weitere Dokumentation wie auch die Bedienungsanleitung für den EV3 gibt es lediglich online auf der Lego-Webseite unter [1]. Zusätzlich zu den PDF-Versionen der Anleitungen bietet der Hersteller auch noch eine 3-D-Builder-App an.

Verpackung selbst gemacht

Neben dem Brick, den Motoren, Kabeln und Sensoren bekommt der Käufer in dem Set eine stattliche Anzahl verschiedener Lego-Technik-Bauteile, viele davon erstaunlich klein. Im Gegensatz zur aufwändigeren Education-Version hat der Hersteller diese aber nicht in die praktische Aufbewahrungsbox mit Fächern gepackt, sondern nur in Tüten, die den Hang haben, sich selbst aufzulösen. Wer viele Modelle bauen will, sollte sich dringend so etwas wie einen Schrauben-Aufbewahrungskasten besorgen, der viele Fächer hat, da er sonst beim Bauen nach Anleitung schon viel Zeit mit dem Suchen der richtigen Teile verbringt. Schlimmstenfalls rollen da auch gerade die kleinen Steckverbinder davon und verkrümeln sich staubsaugerfreundlich in dunkle Ecken.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit den Teilen an komplizierten Mechaniken konstruierbar ist, sollte der stolze Besitzer auf jeden Fall ein paar der Roboter aus den Anleitungen nachbauen, bevor er sich zu eigenen Konstruktionen inspirieren lässt.

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