Coffeescript statt Javascript
Kurz und kräftig
Tim Schürmann
Zahlreiche Sprachen versuchen das in die Jahre gekommene Javascript zu verbessern oder sogar abzulösen. Dazu gehört das recht frische Coffeescript. Es nimmt einige behutsame, aber effiziente Vereinfachungen vor, lässt sich in Javascript-Code übersetzen und ist damit erstaunlich erfolgreich.
An den Weihnachtsfeiertagen des Jahres 2009 hatte Jeremy Ashkenas alle Hände voll zu tun. Mit großem Eifer veröffentlichte er hintereinander mehrere Versionen einer neuen Programmiersprache. Sie sollte einfacher zu lesen sein als Javascript und sich doch in Javascript-Code übersetzen lassen. Bereits zwei Jahre später integrierte das Ruby-on-Rails-Projekt die zwischenzeitlich Coffeescript [1] getaufte Sprache. Im September 2012 verkündete schließlich die Firma Dropbox, sie habe den kompletten Javascript-Code ihres Browser-Clients nach Coffeescript portiert [2]. Die vom Cloudspeicherdienst vorgelegten Zahlen beeindrucken: Der Code des Dropbox-Clients schrumpfte um etwa 21 Prozent.
Sanft verbessert
Coffeescript ist allerdings keine komplett neu entwickelte Sprache. Jeremy Ashkenas hat sich einfach das gute alte Javascript genommen, darin ein paar komplexere Konstrukte gegen besser lesbare Abkürzungen ausgetauscht und das Ganze noch mit etwas Haskell und Ruby gewürzt. So darf der Programmierer beispielsweise anstelle von
alert("Hallo Welt!");
einfach kurz und knapp
[...]
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