Festplatten mit Linux-Tools sicher löschen
Weg damit!
Angesichts hoher Festplattenpreise sind gebrauchte Disks ein Renner bei Ebay. Aber der Wert der unbedacht darauf hinterlassenen Daten ist oft viel höher als der Kaufpreis. Wer seine Platte nur formatiert, bevor er sie entsorgt, wähnt sich in trügerischer Sicherheit.
Wer eine alte Festplatte sicher entsorgen und vorher die Daten darauf endgültig löschen will, sollte gängige Anweisungen von Behörden oder Militär konsultieren. Doch beim Studium der Dokumente aus US-Institutionen erwacht auch im geduldigsten Admin schnell das Verlangen, zum Baumarkt zu fahren und dort nach einem Schweißbrenner oder einem extra starken Magneten zu fragen und seine Datenträger anschließend mit derlei destruktiver Hardware zu verwöhnen. Hohe Temperaturen und starke Magnetfelder sind Experten zufolge das einzige Mittel, um innerhalb kurzer Zeit Daten auf Festplatten zuverlässig zu löschen.
Oder 7- bis 35-mal überschreiben
Die Anweisungen legen dem sicherheitsbewussten Anwender nämlich nahe, seine Festplatten mehrfach zu überschreiben, die Empfehlungen von Gutman [1] oder des US-Militärs (Department of Defense, DoD 5220.22-M) sprechen von sage und schreibe sieben- bis 35-fachem Überschreiben mit unterschiedlichen Mustern als einzig sicherer Lösung.
Wer schon einmal eine 2-TByte-Festplatte gewipet hat, weiß, dass so ein Vorgehen dauert. Doch der Aufwand lohnt, behaupten Studien, die wahllos entsorgte Festplatten unter die Lupe nahmen und dabei Erschreckendes zu Tage gefördert haben (Tabelle 1). Dieser Artikel zeigt, wie viele Daten sich von vermeintlich gelöschten Datenträgern problemlos wiederherstellen lassen, und gibt Admins Tipps und Werkzeuge an die Hand, die ihre Festplatten gezielt und sicher löschen.
[...]
Das Linux-Magazin Online veröffentlicht erstmals alle Print-Artikel,
die in den vergangenen sechs Jahren im Linux-Magazin erschienen sind.
Damit steht Ihnen ein hochwertig bestücktes Archiv bis hin zu den Beiträgen
der aktuellen Ausgabe online zur Verfügung. Die über 1200 Artikel sind
größtenteils kostenlos zugänglich, nur für Beiträge (als PDF) der
jüngsten zehn Linux-Magazine ist eine Gebühr von jeweils 99 Cent fällig.
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.