Perl-Skript schützt vor Knöllchen
Einparkhilfe
Mit GPS-Geräten erfassen freiwillige Helfer die Straßen ihrer Heimat für den freien Openstreetmap-Atlas. Ganz pedantische kartografieren auch gleich die Eigenheiten der Parkzone ihres Viertels.
© Arnd_Drifte, photocase.com
Mit GPS-Geräten erfassen freiwillige Helfer die Straßen ihrer Heimat für den freien Openstreetmap-Atlas. Ganz pedantische kartografieren auch gleich die Eigenheiten der Parkzone ihres Viertels.
Ein Blick auf die Openstreetmap-Karte der Münchner Innenstadt (Abbildung 1) offenbart in akribischer Kleinstarbeit gesammelte und frisch gehaltene Kartendaten. Das OSM-Projekt verwöhnt nicht nur mit Straßenverläufen und -namen, sondern auch mit Bushaltestellen, Bahnlinien und Radwegen. Bei Geschäften und Restaurants, deren Standorte sich oft von einem Monat zum anderen ändern, ist Openstreetmap (OSM) mit seinem so genannten Crowdsource-Verfahren mittlerweile aktueller als so mancher professionelle Anbieter.
Vorteil gegenüber kommerziellen Anbietern ist der freie Datenexport. Per Knopfdruck auf der Webseite oder programmatisch per API auf [api.openstreetmap.org] darf jedermann die XML-Daten herunterladen, auf denen die Karten basieren. Damit öffnet sich die Tür für kreative Basteleien. Das Datenmodell ist denkbar simpel: So genannte Nodes bezeichnen Wegpunkte, die ihren Standort in der realen Welt mittels Koordinaten in geografischer Breite und Länge angeben. Der Verlauf einer Straße ergibt sich dann durch das Verbinden dieser Nodes mit Wegstrecken, den so genannten Ways.
Abbildung 2 zeigt die XML-Darstellung der OSM-Daten der Sonnenstraße am Stachus in München. Beim Klick auf den Reiter »Export«
in der Kartendarstellung erscheint der Dialog in Abbildung 5. Nach dem Auswählen der Option »XML«
und dem Drücken des Submit-Buttons lädt der Webbrowser eine XML-Datei des angezeigten Bereichs herunter. Die Way-Definition im unteren Bereich von Abbildung 2 enthält Referenzen auf insgesamt elf Nodes. Die letzten beiden, »1156387191«
und »361792«
, sind im oberen Teil der Datei auch als Node-Definitionen sichtbar.
Neben den geografischen Koordinaten »lat«
und »lon«
für die geografische Breite und Länge im Digitalformat listet ein Node auch noch auf, wer (»user«
) ihn wann (»timestamp«
) erfasst hat und in welchem »changeset«
die Daten an den OSM-Server hochgeladen wurden.
Umfang: 6 Heftseiten
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