Dieses Mal: Der Readline Wrapper für Konsolenprogramme, Xterm-Einstellungen ändern mit Xtermcontrol, Arbeiten mit komprimierten Dateien dank den Zutils, der kleine DNS-, DHCP- und TFTP-Server Dnsmasq und ein SMTP-Client für die Konsole. Das toppt nur die Bash-Completion 1.1.
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Rlwrap 0.32 |
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Readline Wrapper für Konsolenprogramme Quelle: [http://utopia.knoware.nl/~hlub/nl/uck/rlwrap] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Uniread |
Rlwrap ist ein Eingabe-Editor für Kommandozeilen-Programme. Das Tool basiert auf der Readline-Bibliothek und stattet Programme wie MySQL oder SQL-Plus mit einer Such-, History- und Vervollständigungsfunktion aus. Für jedes Programm kann der Anwender eine Datei mit Schlüsselwörtern anlegen. Diese Begriffe vervollständigt Rlwrap dann – wie von der Bash her gewohnt – und spart so Tipp rbeit. Der ideale Aufbewahrungsort für die Schlagwortdatei ist das Verzeich- nis »/etc/rlwrap«.
Der Anwender muss sich aber keineswegs mit einer einzigen Wortliste zufriedengeben, er kann mit dem Parameter »-f« alternative und auch mehrere Dateien beim Programmstart definieren. Über die Option »-i« schaltet er den Case-Sensitive-Modus ab. Die History mit den zuletzt eingegebenen Befehlen legt Rlwrap als versteckte Datei mit dem Kommandonamen als Präfix im Homeverzeichnis des Benutzers ab.
Einen alternativen Speicherort definiert man auf Wunsch über die Umgebungsvariable »RLWRAP_HOME«. Die Größe der History-Dateien unterliegt grundsätzlich keinen Beschränkungen, über »-s« lässt sich die Zeilenanzahl aber eingrenzen.
*** – Rlwrap ist eine echte Arbeitserleichterung für Programme, die keine eigene Readline-Unterstützung haben. Durch geschickt gewählte Aliasse merkt der Anwender nichts von dem zwischen geschalteten Wrapper.
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Xtermcontrol 2.10 |
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Xterm-Einstellungen ändern Quelle: [http://www.thrysoee.dk/xtermcontrol] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Xtermset |
Der Terminal-Emulator Xterm ist ein echter Klassiker, der wenig Rechenpower benötigt und durch seinen schnellen Start überzeugt. Für diesen stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung, die das Erscheinungsbild und das Verhalten für neue Xterms anpassen.
Bereits laufende Terminals beeinflusst der Anwender hingegen mit Xtermcontrol. Das Tool verändert beispielsweise Hintergrund- und Schriftfarbe, die Schriftart oder das Aussehen des Cursors on the Fly. Xtermcontrol passt außerdem den Fenstertitel an – ein Feature, das sich besonders zum Einsatz in eigenen Skripten eignet, damit der Benutzer in der Taskliste den Überblick behält.
Xtermcontrol zeigt sich auf Wunsch auskunftsfreudig und verrät, welche Farben Xterm aktuell für Schrift oder Hintergrund verwendet. Eine Übersicht über diese informativen Features bietet die Manpage. Mitgelieferte Fensterfunktionen, beispielsweise Maximize und Minimize, verweigerten auf dem Testrechner mit Ubuntu 9.10 den Dienst. Im Zweifelsfall sollte der Anwender hier auf die Features des jeweiligen Windowmanagers zurückgreifen.
** – Xtermcontrol passt das Erscheinungsbild von laufenden Xterms an. Sinnvoll eingesetzt vereinfachen derartige visuelle Effekte das Arbeiten, beispielsweise wenn die Schriftfarbe wechselt, sobald man als Root unterwegs ist.
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Zutils 0.7 |
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Arbeiten mit komprimierten Dateien Quelle: [http://www.nongnu.org/zutils/zutils.html] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Gzip/zip2 plus Cat, Diff |
Hinter dem Namen Zutils verbirgt sich eine Toolsammlung, die Programme zum Umgang mit komprimierten Archiven bereitstellt. Im Paket enthalten sind Zcat, Zcmp, Zdiff, Ztest und Zgrep sowie dessen Ableger Zfgrep und Zegrep. Genau genommen handelt sich um Shellskripte, die die komprimierten Dateien entpacken und den Inhalt dann über eine Pipe an das jeweilige GNU-Programm weiterreichen. Die Zutils verfügen also über denselben Funktionsumfang wie die gleichnamigen GNU-Derivate.
Wenn die jeweiligen Kompressionsprogramme auf dem System vorhanden sind, können die Zutils die gepackten Dateien vergleichen, in ihnen suchen oder den Inhalt ausgeben, ohne dass der Anwender sie vorher dekomprimieren muss. Derzeit verstehen die Zutils die Formate Bzip2, Gzip, Lzip und Xz, eine Unterstützung für Zip und andere bekannte Formate fehlt leider. Auch mit Tarballs haben die Zutils Schwierigkeiten, da sie nicht in die Tiefen der Archive hinabsteigen können. Dafür bietet das Ztest-Tool an, die Integrität des jeweiligen Archivs zu überprüfen – unabhängig vom verwendeten Kom- pressinsformat.
** – Die Zutils sind praktische Helfer bei der Arbeit mit komprimierten Dateien, unterstützen allerdings noch nicht alle wichtigen Formate.
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Dnsmasq 2.51 |
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DNS-, DHCP- und TFTP-Server Quelle: [http://www.thekelleys.org.uk/dnsmasq/doc.html] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Bind, ISC DHCP, Dual DHCP DNS Server, HPA TFTP |
Wer auf die Schnelle oder in kleinen Umgebungen das lokale Netzwerk besser organisieren möchte, sollte sich den DNS-Forwarder Dnsmasq anschauen. Das Tool ist kompakt und Ressourcen-schonend, also auch für ältere Rechner oder Embedded-Systeme bestens geeignet. Das Einrichten erfolgt wahlweise interaktiv mit verschiedenen Aufrufparametern oder über eine Konfigurationsdatei. Letztere Variante ist empfehlenswert, wenn Dnsmasq als Dauerlösung geplant ist. Im Quellcode-Archiv liegt eine entsprechende Beispieldatei als Vorlage.
Dnsmasq vereint gleich mehrere Funktionen miteinander und stellt außer dem Nameserver auch einen DHCP- und TFTP-Server bereit. Einzelne Dienste schaltet der Anwender bei Bedarf ab. Die DNS-Komponente greift zur lokalen Namensauflösung auf »/etc/hosts« zurück; die Angabe einer alternativen Hostdatei ist jedoch möglich.
Zonen-Dateien wie bei Bind muss der Anwender nicht pflegen. Falls erforderlich reicht Dnsmasq Anfragen an externe Nameserver weiter. Dazu passt man wie gehabt »/etc/resolv.conf« an. Der integrierte DHCP-Server erlaubt die Einrich- tung von Adressenpools und ordnet alternativ IPs gezielt per MAC-Adresse zu. Für größere Konfigurationen ist es ratsam, diese Zuordnung in einer Einrichtungsdatei abzulegen und beim Start des Servers zu übergeben.
Als zusätzliches Schmankerl bietet es Dnsmasq an, BOOTP- und PXE-Optionen zum Booten via Netzwerk-Interface festzulegen.
**** – Die schnelle und unkomplizierte Einrichtung eines DNS- und/oder DHCP-Service im lokalen Netz ist dank Dnsmasq kein Problem.
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MSMTP 1.4.19 |
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SMTP-Client für die Konsole Quelle: [http://msmtp.sourceforge.net] Lizenz: GPLv3 Alternativen: Sendmail, Smtpclient, SMTP-Cli |
Mail User Agents wie beispielsweise Mutt besitzen keine eigene SMTP-Engine und greifen deshalb zum Mailversand auf Mail Transfer Agents wie Sendmail oder Postfix zurück. Wer auf einem Desk- topsystem keinen vollwertigen Mailser- ver installieren und einrichten möchte, kommt auch mit MSMTP ans Ziel. Das Tool nimmt auf der Standardeingabe Mails entgegen und leitet diese an einen vorher festgelegten SMTP-Server (etwa vom eigenen ISP) weiter.
MSMTP unterstützt alle gängigen Au- thentisierungsmethoden, darunter Plain, Login, NTLM, Cram-MD5 und GSSAPI. Auch vor SSL-verschlüsselten Verbindun- gen scheut der Kommandozeilen-Client nicht zurück. Konfigurationswünsche übergibt der Anwender entweder beim Aufruf oder trägt sie in eine Einrichtungs- datei ein. Diese kann optional die Ver- bindungsdaten zu verschiedenen Mail- servern enthalten und so gleich mehrere Accounts verwalten.
Jede Account-Definition beginnt mit einem eindeutigen Namen und enthält dann die Adresse des Relay-Mailservers, der in der Regel beim Provider steht. Es folgen die Absenderadresse und die Zugangsdaten. Praktischerweise erlaubt MSMTP, einen bestimmten Account zum Standard zu erklären. Zahlreiche Bei- spiele für das Setup des Clients bieten das »doc«-Verzeichnis und die Manpage.
**** – MSMTP ist die ideale SMTP- Engine-Ergänzung zu Mutt und Konsor- ten. Darüber hinaus eignet sich das Tool auch noch für das Versenden von Mails aus Skripten heraus.
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Bash-Completion 1.1 |
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Befehlsvervollständigung in der Bash-Shell Quelle: [http://bash-completion.alioth.debian.org] Lizenz: GPLv2 Alternativen: keine |
Es gibt kaum einen Anwender, der noch nie die Vervollständigungsfunktion der Bash-Shell genutzt hat. Hinter diesem für die meisten User selbstverständlichen Feature steckt das Tool Bash-Completion von Ian Macdonald. Dreh- und Angel- punkt ist das Skript »/etc/bash_comple- tion«. Die Bash-Konfigurationsdatei der einzelnen Benutzer (»~/.bashrc«) liest diese systemweiten Einstellungen beim Start der Shell ein und stellt somit die Grundfunktionen für die Vervollständi- gung bereit.
Zudem enthält das Verzeichnis »/etc/ bash_completion.d« mehrere Dateien mit Regeln für die verschiedenen Pro- grammtypen. Auf diese Weise stellt das Tool Komplettierungs-Features für Kom- mandozeilen-Parameter der einzelnen Programme zur Verfügung. Gerade bei wenig genutzten Anwendungen ist das eine echte Arbeitserleichterung.
Der Funktionsumfang von Bash-Completion schwankt bei den einzelnen Distributionen. Aus diesem Grund ist der Download der aktuellen Version von der Projekt-Webseite zu empfehlen. Sie liefert Regeldateien für über 140 Pro- gramme: von Apt über Gpg, Imagemagick, Man, Mplayer bis hin zu Xmms und Yum. Versierte Anwender erweitern dieses Angebot bei Bedarf mit eigenen Skripten und verwenden die vorhandenen Regeldateien als Vorlage. Die aktuelle Bash-Completion-Version behebt einige Fehler, splittet vorhandene Regeln auf und fügt neue Features hinzu.
***** – Die Bash-Completion gehört auf jeden Linux-Rechner – das ist unumstritten. Die über 140 Regeldateien der aktuellen Version lassen kaum Wünsche offen.











