Stabile Linux-Kernel mit erweitertem Schutz gegen Meltdown und Spectre

Kernel-Maintainer Greg Kroah Hartman hat mit den Linux-Kerneln 4.14.14, 4.9.77 und 4.4.112 Updates veröffentlicht, die mit erweiterten Schutzfunktionen gegen Spectre und Meltdown aufwarten können.

Insbesondere haben die Kernel-Hacker den von Google entwickelten Retpoline-Patch eingebaut. Der Google-Patch setzt allerdings eine aktuelle Version der GCC voraus, die den Patch unterstützt. Die Kernel-Entwickler hatten sich zuvor bereits entschieden, Kompiler-Warnungen, die ein nicht kompatibler Kompiler ausgibt, wenn er mit dem Retpoline-Patch konfrontiert wird, zu entfernen. Linus Torvalds hatte dazu geraten, weil diese Warnungen nur für Verwirrung sorge und gegebenenfalls zu unklugen Aktionen führen. Die Updates der GCC sollten nun mit dem Patch funktionieren. Wie gewohnt rät Greg Kroah-Hartman zum sofortigen Update, etwa auf Kernel 4.14.14.

Google glaubt mit dem Retpoline-Update, einem Kunstwort zusammengesetzt aus Return und Trampolin, einen Weg gefunden zu haben, Systeme ohne größere Performance-Einbußen gegen Spectre zu schützen. In einem Blogbeitrag erläutert Google-Entwickler Paul Turner die Funktionsweise detaillierter.

Neben Retpoline haben die Kernel weiter Anpassungen und Feintuning gegen Meltdown und Spectre erfahren, nachdem die ersten Updates mit heißer Nadel gestrickt waren.

Update: Der zuvor in der Meldung erwähnte Kernel 3.18.x bringt die Patches nicht mit,.

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