Um Dokumente aufzubewahren und zu tauschen, setzt die deutsche Bundesverwaltung künftig auf Nextcloud. Die Open-Source-Cloud soll auf der eigenen Server-Infrastruktur laufen, Projektmitarbeiter erledigen den Support.
Rund 300 000 Nutzer zählt die Bundesverwaltung, die in einer Ausschreibung über ihren IT-Dienstleister ITZ Bund (Informationstechnik-Zentrum Bund) nach einer Filesharing- und Sync-Lösung gesucht hat. Dabei geht es vor allem darum, dass die Mitarbeiter schnell und einfach Dokumente tauschen und aufbewahren, aber auch gemeinsam an diesen arbeiten.
Den Zuschlag bekam Nextcloud. Der ITZ Bund betrieb die Cloud-Lösung bereits seit Oktober 2016 mit rund 5000 Nutzern im Testeinsatz. Dank einer Nextcloud Enterprise Subskription leistet das Nextcloud-Projekt künftig auch Support für die Cloud. Die Entwickler des Projekts um Gründer Frank Karlitschek arbeiten und leben ohnehin zum großen Teil in Deutschland. Karlitschek selbst ist der Gründer von Owncloud, verabschiedete sich aber vor ein paar Jahren aus dem Unternehmen und startete mit Nextcloud einen Fork von Owncloud.
Anforderungen: Datenschutz und Sicherheit
Wichtig war der Bundesverwaltung, dass die Cloud-Lösung sich auf eigenen Servern hosten lässt, die der IT-Dienstleister kontrolliert. Die “Bundescloud”, wie Nextcloud sie in ihrer Ankündigung nennt, sei zudem konform mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die ab dem 1. Mai 2018 in Kraft tritt.
Ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Auswahl sei die Sicherheit gewesen. Nach dem Bundestags-Hack seien die Behörden besonders um potenzielle Sicherheitslücken besorgt. Der Code von Nextcloud sei von Open Chain zertifiziert, einem Linux-Foundation-Projekt, das die Compliance von Open-Source-Software überprüft. Zudem gebe es ein Bug-Bounty-Programm.
Wie Jos Poortvliet, Marketing-Chef bei Nextcloud, gegenüber dem Linux-Magazin erklärte, will die Bundesverwaltung Nextcloud zunächst für das Synchronisieren und Teilen von Dateien einsetzen. Weitere Einsatzmöglichkeiten der Open-Source-Lösung, etwa im VoIP- oder Bereich der Online-Kollaboration, will der IT-Dienstleister zunächst prüfen.






Ein Schritt in die richtige Richtung hin zur digitalen Verwaltung. In diesem Aspekt hinken wir in Deutschland leider nicht hinterher. Es ist wünschenswert, dass das Projekt schnell ausgebaut wird und auch VoIP und Online Kollaboration ermöglicht wird. So wird der Austausch zwischen Bürgern und Behörden sowie Behörden untereinander schlicht weg vereinfacht. In der Privatwirtschaft ist dies ja schon zum Standard geworden. Wir nutzen z.B eine Cloud PBX von pascom (https://www.pascom.net/de/cloud-telefonie/). Neben VoIP ist die Integration von ERP und CRM ein großer Vorteil und verbessert die Zusammeanarbeit erheblich. Vorteile die auch in der Verwaltung genutzt werden müssen.