FSFE widerspricht Microsoft: Freie Software kein Dumping

Cebit 2010: Kartsen Gerloff von der FSFE ehrt den Preisträger Debian mit einer Krawatte im Debian-Tartan.

Eine von Microsoft angeführte Koalition habe die falsche Behauptung aufgestellt, freie Software schade dem Markt, erklärt die FSFE – und widerspricht dem energisch. Die Konzerne behaupten in einer Kartellbeschwerde bei der Europäischen Kommission Open-Source-Software verfolge “raubtierartige Preismodelle”.

In einer Pressemitteilung verweist die FSFE auf einen offenen Brief an die Europäische Kommission, in dem die Stiftung die Politiker auffordert, alle Fakten zu würdigen und den Vorwurf Microsofts zurückzuweisen. Von dem habe man aus den Medien erfahren, und er sei völlig haltlos.

“Die einzige Gefahr, die von freier Software ausgeht, ist die für Microsofts hoffnungslos veraltetes, die Kunden einsperrendes Geschäftsmodell”, erklärt FSFE-Präsident Karsten Gerloff.

Cebit 2010: Kartsen Gerloff von der FSFE ehrt den Preisträger Debian mit einer Krawatte im Debian-Tartan.

Cebit 2010: Kartsen Gerloff von der FSFE ehrt den Preisträger Debian mit einer Krawatte im Debian-Tartan.

Fair Search: Keine Faire Sache

Mit ihrer “FairSearch” getauften Initiative verlange die Microsoft-Koalition gar, die Kommission solle ein restriktives Geschäftsmodell gegenüber einem offeneren bevorzugen. Das sei aber genau das Gegenteil von einem freiem Markt. “Es geht bei freier Software schließlich nicht ums Geld, sondern um Freiheit, Wettbewerb und Unabhängigkeit von Herstellern”, meint Carlo Piano, Justitiar der FSFE.

Im Schreiben an die Kommission liefert die Foundation weitere Argumente: Mit ihrer Einreichung scheine die Fairsearch-Koalition jüngste Entwicklungen zu ignorieren und zu glauben, der Europäischen Kommission sei der Siegeszug freier Software der letzten Jahre verborgen gebliebe, als Beispiel führt der Brief Android an. Die EC solle den Antrag abweisen, ohne ein ein formelles Verfahren zu eröffnen.

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Erasmus_von_ManesseManegg
8 Jahre her

Gerne würde ich diese Demarche von Microsoft lesen. Hat jemand eine Quelle?

IT-icke aus Berlin
8 Jahre her

Das Problem ist doch vielmehr, daß die amerikanische Softwareunternehmen nicht kapieren wollen, daß man ihre Lizenzpolitik nicht mehr akzeptieren will !!Diese Unternehmen erklären einem doch immerwieder, daß man ein Nutzungsrecht erworben hat und sonst keine weiterne Rechte hat ! Gleichzeitig möchte man den “rechtelosen” User ausspionieren und alles über sein Nutzungsverhalten wissen.Ich frage mich ernsthaft, merken die noch etwas ????????????Ich selbst habe bisher immer gerne hochwertige Software gekauft, aber ich lasse mich doch nicht zum Freiwild erklären !

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