Open Source im professionellen Einsatz

FSFE widerspricht Microsoft: Freie Software kein Dumping

29.07.2013

Eine von Microsoft angeführte Koalition habe die falsche Behauptung aufgestellt, freie Software schade dem Markt, erklärt die FSFE - und widerspricht dem energisch. Die Konzerne behaupten in einer Kartellbeschwerde bei der Europäischen Kommission Open-Source-Software verfolge "raubtierartige Preismodelle".

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In einer Pressemitteilung verweist die FSFE auf einen offenen Brief an die Europäische Kommission, in dem die Stiftung die Politiker auffordert, alle Fakten zu würdigen und den Vorwurf Microsofts zurückzuweisen. Von dem habe man aus den Medien erfahren, und er sei völlig haltlos.

"Die einzige Gefahr, die von freier Software ausgeht, ist die für Microsofts hoffnungslos veraltetes, die Kunden einsperrendes Geschäftsmodell", erklärt FSFE-Präsident Karsten Gerloff.

Cebit 2010: Kartsen Gerloff von der FSFE ehrt den Preisträger Debian mit einer Krawatte im Debian-Tartan.

Fair Search: Keine Faire Sache

Mit ihrer "FairSearch" getauften Initiative verlange die Microsoft-Koalition gar, die Kommission solle ein restriktives Geschäftsmodell gegenüber einem offeneren bevorzugen. Das sei aber genau das Gegenteil von einem freiem Markt. "Es geht bei freier Software schließlich nicht ums Geld, sondern um Freiheit, Wettbewerb und Unabhängigkeit von Herstellern", meint Carlo Piano, Justitiar der FSFE.

Im Schreiben an die Kommission liefert die Foundation weitere Argumente: Mit ihrer Einreichung scheine die Fairsearch-Koalition jüngste Entwicklungen zu ignorieren und zu glauben, der Europäischen Kommission sei der Siegeszug freier Software der letzten Jahre verborgen gebliebe, als Beispiel führt der Brief Android an. Die EC solle den Antrag abweisen, ohne ein ein formelles Verfahren zu eröffnen.

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