Gefährliche Schwachstelle im Fonthandling des Adobe-Readers
09.09.2010
Die vom Security-Dienst Secunia als "extrem kritisch" eingestufte Sicherheitslücke im Adobe Reader betrifft alle Plattformen, der Zero-Day-Status vorerst nur Windows.
Ursprünglich hatte Mila Parkour in einem Blogpost darauf hingewiesen, dass eine Schwachstelle in der Schriftenbehandlung zu einem Buffer-Overflow führen kann. Im besten Fall stürzt der Viewer daraufhin ab, im schlechtesten Fall führt er Exploit-Code aus, der Veränderungen an Systemdateien vornimmt und zusätzlich von einer externen Website Code nachlädt.
Die mittlerweile als CVE-2010-2883 klassifizierte Schwachstelle betrifft alle Versionen bis 9.3.4 des verbreiteten Dokumentenbetrachters, wie der Hersteller Adobe mitteilt.
Dieses Verhalten zeigt jedoch gegenwärtig nur die Windows-Variante, wenn Anwender einen Anhang mit der Bezeichnung "Golf Clinic.pdf" aus einer als "David Leadbetter's One Point Lesson" überschriebenen Nachricht öffnen. Exploits für Linux sind gegenwärtig nicht öffentlich bekannt, aber denkbar.
Bis Adobe einen Fix herausbringt, sollten Anwender vor dem Öffnen besonders vorsichtig prüfen, von wem PDF-Dokumente stammen, oder auf alternative Programme wie Okular oder Xpdf ausweichen.
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