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Oracle möchte mehr Geld in MySQL-Entwicklung stecken

In einer neuen FAQ-Sammlung geht Oracle auf die einzelnen Sun-Aktivposten ein und nimmt über Sparc und Solaris hinausgehend Stellung: Auch die Java-, MySQL- und Open-Office-Fragen sind damit vorerst geklärt.

Neben Suns Servergeschäft, beispielsweise mit seiner Storage- und Sparc-Technologie, nennt Oracle an erster Stelle Java: "Oracle plant nicht nur eigene Investitionen in die Java-Plattform, sondern will auch der Community mehr Möglichkeit geben, Java zu einer einheitlichen und offenen Plattform zu machen", heißt es in dem jetzt veröffentlichten Dokument. Die eigenen Bemühungen in Form des Oracle Weblogic Servers will der designierte Sun-Eigentümer aber nicht aufgeben. Man wolle "in die Angleichung der Infrastruktur" beider Server investieren.

Die Entwicklungsumgebung Netbeans hingegen will Oracle anscheinend weitgehend sich selbst lassen. Es soll eine dritte Alternative neben der eigenen Java-IDE Jdeveloper und dem Eclipse-Plugin "Oracle Enterprise Pack for Eclipse" sein. Von Investitionen ist nicht die Rede.


			In Oracles Sun-Stellungnahme von Anfang September 2009 fehlte MySQL noch komplett...

In Oracles Sun-Stellungnahme von Anfang September 2009 fehlte MySQL noch komplett...

In Sachen MySQL will Oracle Sun explizit übertrumpfen: "Oracle plant, mehr Geld für die Programmierung von MySQL auszugeben als Sun." MySQL soll demnach friedlich in die bisherige WG der Datenbank-Produkte einziehen. Das Unternehmen betont, dass es mit Berkeley DB bereits eine Open-Source-Datenbank bei Oracle gibt, dass Oracle zur Zeit auch InnoDB anbietet, eine Transaktions-Engine für MySQL, und dass auch bisher MySQL schon in Oracles Linux als Option vorhanden war.


			... und ist nun still und heimlich als vollmundiger Posten hinzugekommen.

... und ist nun still und heimlich als vollmundiger Posten hinzugekommen.

Schließlich soll auch das Engagement für das Open-Office-Projekt weitergehen. Für Geschäftskunden mit über den Community-Support hinausgehender Nachfrage nach Garantien, Support und speziellen Tools soll es nach derzeitigem Wissenstand außerdem eine "typische kommerzielle Lizenz" geben. Der Name Staroffice fällt in der fünfseitigen Absichtbekundung jedoch nicht.

Das etwa 500 KByte große PDF "Oracle and Sun Overview and FAQ" ist auf der Sun-Infoseite des Webauftritts von Oracle verlinkt. In die Open-Source-Sektion des Webauftritts haben MySQL und Open Office noch nicht Einzug gehalten, lediglich zu den bisherigen Glassfish-Modifikationen gibt es bereits eine Unterseite.

(Anika Kehrer)
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