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Access Linux Platform 3.0 veröffentlicht

Das japanische Unternehmen Access hat seine Linux-basierte Mobil-Software Access Linux Platform (ALP) in der Version 3.0 veröffentlicht. Zu den wesentlichen Neuerungen zählt das Unternehmen neben der optischen Runderneuerung die Kompatibilität mit dem Standard der LiMo Foundation.

Mit ALP liefert das Unternehmen eine grafische Oberfläche, die speziell für Mobilgeräte gestaltet ist. Die dazu passende Software-Entwicklungsumgebung (SDK) soll Entwicklern und Mobilanbietern das Schreiben von passenden Applikationen für Linux-basierte Mobilgeräte leichter machen.

Der Access-Chef Tomihisa Kamada sieht viele Vorteile für das freie Betriebssystem auf Mobilgeräten: „Die Flexibilität, Modularität und Offenheit von Linux sind ideal für Mobilanbieter, die darauf angepaßte Dienste bieten wollen.“ An dieser Stelle kommt der Standard der LiMo Foundation ins Spiel: Der Verband will eine einheitliche, offene, weltweit konsistente Linux-Plattform für Mobiltelefone bieten, die Hersteller weltweit nutzen können. ALP 3.0 hat die Prüfung für die Referenzimplementierung durchlaufen und entspricht damit diesem Industriestandard. Gleiches soll für die Software gelten, die mit dem passenden SDK entwickelt wird. Vorteil für den Anwender: Anwendungen aus unterschiedlichen Umgebungen sollen nebeneinander genutzt werden können und Inhalte wie beispielsweise Fotos, Kontakte oder Termine sind nicht nur in einer Applikation verfügbar.

Daneben bietet ALP 3 ein "Virtual Phone“, mit dem sich Applikationen oder Hardware-Treiber in einer Emulation testen lassen. Für die runderneuerte Oberfläche wirbt der Hersteller mit Unterstützung für 3D-Grafik und "Qualität der Grafik im Hollywood-Stil". Mit dabei in ALP sind unter anderem eine Java-Laufzeitumgebung, eine Emulation für Palm-Applikationen und ein Tool zum Erzeugen von HTML und Javascript. Ausführliche Informationen sind auf der Access-Webseite zu finden.

ALP basiert auf Software, die von dem Unternehmen Palm Source entwickelt wurde, einer Abspaltung des Handheld-Herstellers Palm. In 2005 kaufte Access das Unternehmen und pflegt seitdem die Software als Eigenentwicklung weiter. Mit der aktuellen Plattform von Palm hat ALP nur noch die Herkunft gemeinsam.

(Britta Wülfing)
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